Suspendierungen in Salzburg: SPÖ will Sozialarbeit im Kindergarten

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Zahl der Suspendierungen an Salzburger Schulen ist seit dem Schuljahr 2020/21 von 24 auf 133 gestiegen. Besonders stark war der Anstieg bei Volksschulkindern. Die SPÖ fordert nun Sozialarbeit bereits in Kindergärten, so der ORF.

An den Schulen in Salzburg werden immer mehr Kinder und Jugendliche suspendiert. Die Zahl stieg von 24 im Schuljahr 2020/21 auf 133 im vergangenen Schuljahr. Knapp die Hälfte der Suspendierungen betrifft Schülerinnen und Schüler an Mittelschulen.

Versiebenfachung bei Volksschulkindern

Den größten Anstieg verzeichneten die Volksschulen. Dort hat sich die Zahl der Suspendierungen versiebenfacht – von fünf auf 35. Um gegenzusteuern, müsse man bereits im Kindergarten ansetzen, erklärt SPÖ-Bildungssprecherin Bettina Brandauer.

Bereits in Kindergärten zeige sich, dass immer mehr Kinder in den Familien keinen sozialen Umgang lernen würden. Viele würden von ihren Eltern vor Handy oder Tablet „geparkt“ und hätten Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen. „Kinder sind emotional und sozial überfordert wegen der Reizüberflutung. Dann kann man oft mit Konflikten und Reizen von außen nur noch schwer umgehen. Da muss man früher ansetzen, bei der Familien- und Elternarbeit“, so Brandauer.

Forderung nach landesweiter Sozialarbeit

Die SPÖ-Politikerin fordert die Einführung einer landesweiten Sozialarbeit auch in Kindergärten. Das Thema soll im Herbst erneut im Landtag diskutiert werden. Dass Sozialarbeit wirke, zeige sich an den Mittelschulen, argumentiert Brandauer. Dort habe Salzburg das Angebot deutlich ausgebaut – die Zahl der Suspendierungen stagniere zumindest.

Dennoch war die Zahl der suspendierten Mittelschülerinnen und Mittelschüler im vergangenen Schuljahr 2025/26 gut fünf Mal so hoch wie 2020/21.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3367862/

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