SW Umwelttechnik mit 49,7 Millionen Euro Umsatz

Der Kärntner Betonfertigteilhersteller SW Umwelttechnik hat im ersten Halbjahr 2026 trotz schwieriger Marktbedingungen einen Umsatz von 49,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Ergebnis nach Steuern liegt bei 1,5 Millionen Euro.
Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG aus Klagenfurt verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 Umsatzerlöse von 49,7 Millionen Euro. Das EBIT betrug 1,7 Millionen Euro, das Ergebnis nach Steuern lag bei 1,5 Millionen Euro. Das börsennotierte Unternehmen konnte damit in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld operieren.
Rückgang gegenüber Vorjahr
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging der Umsatz um knapp 8 Prozent zurück. Im ersten Halbjahr 2025 hatte das Unternehmen noch 54,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Betriebsleistung sank von 55,4 Millionen Euro auf 50,3 Millionen Euro.
Das EBITDA stieg hingegen auf 5,8 Millionen Euro (Vorjahr: 5,4 Millionen Euro). Das Finanzergebnis verbesserte sich deutlich auf minus 0,1 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahr noch bei minus 1,4 Millionen Euro gelegen hatte. Das Ergebnis vor Steuern kletterte von 0,3 Millionen Euro auf 1,7 Millionen Euro.
Unterschiedliche Entwicklung in den Regionen
In Österreich blieben die Umsatzerlöse mit 4,4 Millionen Euro nahezu stabil (Vorjahr: 4,7 Millionen Euro). Der Anteil am Konzernumsatz lag bei 9 Prozent. In Ungarn stieg der Umsatz leicht auf 22,9 Millionen Euro (Vorjahr: 21,9 Millionen Euro), was einem Anteil von rund 46 Prozent entspricht.
In Rumänien verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang um 18 Prozent auf 21,6 Millionen Euro (Vorjahr: 26,4 Millionen Euro). Der Anteil am Konzernumsatz sank von 49 Prozent auf 44 Prozent. Laut Vorstandsmitglied Klaus Einfalt wirkten EU-geförderte Infrastrukturprojekte stabilisierend und böten Chancen für zusätzliche Nachfrage im Bau- und Infrastrukturbereich.
Verschiebung zwischen den Geschäftsbereichen
Der Geschäftsbereich Hochbau und Wohnen verzeichnete einen Umsatzrückgang von 19 Prozent auf 23,7 Millionen Euro (Vorjahr: 29,2 Millionen Euro). Im Geschäftsbereich Tiefbau und Verkehr stieg der Umsatz hingegen um gut 4 Prozent auf 26,0 Millionen Euro (Vorjahr: 24,9 Millionen Euro).
Ende April 2026 wurde eine neue Radwegbrücke in Lutzmannsburg im Burgenland versetzt. Dabei kam Ultra High Performance Concrete (UHPC) zum Einsatz, ein Hochleistungsbeton mit hoher Widerstandsfähigkeit und verbesserter Ökobilanz.
Bilanzkennzahlen und Mitarbeiterzahl
Die Bilanzsumme stieg um etwa 7 Prozent auf 139,0 Millionen Euro (Ultimo 2025: 130,1 Millionen Euro). Das Eigenkapital erhöhte sich auf 47,0 Millionen Euro (Ultimo 2025: 45,3 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote lag bei 33,8 Prozent (Ultimo 2025: 34,8 Prozent).
Die Verbindlichkeiten beliefen sich auf 92,0 Millionen Euro (Ultimo 2025: 84,8 Millionen Euro), davon entfielen 68,9 Millionen Euro auf Finanzverbindlichkeiten. Die Net Debts betrugen zur Jahresmitte 67,2 Millionen Euro (Ultimo 2025: 65,2 Millionen Euro).
Das Unternehmen beschäftigte im ersten Halbjahr 2026 konzernweit durchschnittlich 769 Personen (Vorjahr: 800). Davon entfielen 52 Personen auf Österreich, 248 auf Ungarn und rund 469 Personen auf Rumänien.
Ausblick auf kommendes Geschäftsjahr
Das Unternehmen rechnet erst ab dem Geschäftsjahr 2027 mit einer spürbaren Markterholung. Der Fokus liege weiterhin auf Effizienz, Qualität und Kundennähe, so Einfalt. Die im Vorjahr umgesetzten Effizienzmaßnahmen würden die Wettbewerbsfähigkeit stärken und eine gute Ausgangsbasis für eine künftige Markterholung schaffen.
Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG wurde 1910 gegründet und ist seit 1997 an der Wiener Börse notiert. Das Unternehmen entwickelt und produziert Betonfertigteile für die Infrastruktur in Österreich, Ungarn und Rumänien.
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