SW Umwelttechnik steigert Gewinn trotz Umsatzrückgang

Das Klagenfurter Unternehmen SW Umwelttechnik Stoiser & Wolscher verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 zwar sinkende Erlöse, konnte aber das Ergebnis nach Steuern deutlich verbessern. Die Erlöse sanken um acht Prozent, der Gewinn stieg auf 1,5 Millionen Euro.
Die an der Börse notierte SW Umwelttechnik Stoiser & Wolscher aus Klagenfurt hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 bei den Umsätzen einen Rückgang hinnehmen müssen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, gingen die Erlöse aufgrund wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 49,7 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis nach Steuern kletterte hingegen deutlich von 0,04 Millionen Euro auf 1,5 Millionen Euro.
Das Betriebsergebnis (EBIT) lag im ersten Halbjahr bei 1,7 Millionen Euro, nach 1,6 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Finanzergebnis verbesserte sich von minus 1,4 Millionen Euro auf minus 0,1 Millionen Euro. Auch das Ergebnis vor Steuern legte von 0,3 Millionen auf 1,7 Millionen Euro zu.
Österreich stabil, Rumänien belastet
In Österreich habe sich das Geschäft stabil entwickelt, heißt es in der Aussendung. Für Ungarn rechnet das Unternehmen mit einer schrittweisen Stabilisierung des wirtschaftlichen Umfeldes und neuen Impulsen für Investitionen, vor allem im Infrastruktur- und Bausektor. In Rumänien belasten laut Vorstandsmitglied Klaus Einfalt der Sturz der Regierung, hohe Inflation und das Budgetdefizit weiterhin das Wachstum und Investitionsklima.
„Gleichzeitig wirkten EU-geförderte Infrastrukturprojekte stabilisierend und boten Chancen für zusätzliche Nachfrage, insbesondere im Bau- und Infrastrukturbereich. Dieses Potenzial bleibt langfristig vorhanden“, so Einfalt laut Aussendung. Eine spürbare Markterholung erwartet das Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 2027.
Rumänien und Ungarn wichtigste Märkte
Der österreichische Markt trug mit 4,4 Millionen Euro rund 9 Prozent zum Konzernumsatz bei. Rund 46 Prozent der Erlöse erwirtschaftet die SW Umwelttechnik in Ungarn, rund 44 Prozent stammen aus Rumänien. Konzernweit beschäftigte das Unternehmen im ersten Halbjahr durchschnittlich 769 Personen, die meisten davon in Rumänien.
Quelle: APA
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