Tanner Moor: Größtes Renaturierungsprojekt abgeschlossen

Im Naturschutzgebiet Tanner Moor in Oberösterreich fand die Abschlussexkursion des MOIST-Projekts statt. Das Land Oberösterreich hat dort von 2019 bis 2024 das bislang größte Renaturierungsprojekt Österreichs zur Wiedervernässung umgesetzt.
Das MOIST-Projekt zur Erfassung degradierter Moorflächen und Beurteilung ihrer Eignung zur Regeneration wurde von den Fonds NextGenerationEU und dem Biodiversitätsfonds des BMLUK unterstützt. Die Abschlussveranstaltung mit den Projektpartnern fand heuer im Naturschutzgebiet Tanner Moor statt.
Das Gebiet liegt in der Gemeinde Liebenau im Bezirk Freistadt im nordöstlichen Mühlviertel auf 900 Meter Seehöhe. Es ist auch als Natura 2000 Gebiet nach der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie ausgewiesen. Das Land Oberösterreich hat dort zwischen 2019 und 2024 das bislang größte österreichische Renaturierungsprojekt zur Wiedervernässung realisiert.
Maßnahmen gegen Austrocknung
Die Exkursion durch das Moor leitete Christian Schröck, der auch das Life+ Projekt AMooRe koordiniert. Das MOIST-Team konnte sich einen umfassenden Einblick in die aufwändigen Maßnahmen verschaffen, die die Austrocknung verhindern sollen.
Besichtigt und intensiv diskutiert wurden vor allem die Verschlüsse der Entwässerungsgräben mit Spundwänden aus Lärchenholz. Durch diese Maßnahmen und die Einebnung von Gräben mit Torf konnte der Grundwasserspiegel wieder angehoben werden.
Breite Partnerschaft
Von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein nahm Renate Mayer an der Exkursion teil. Am MOIST-Projekt waren insgesamt acht Partner beteiligt: die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES als Leadpartner, das Bundesamt für Wasserwirtschaft, das Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum Wald, Naturgefahren und Landschaft, die HBLFA Raumberg-Gumpenstein, der Naturschutzbund Niederösterreich, die Universität Wien, die Landwirtschaftskammer Österreich und das Umweltbundesamt.
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