Tempo 30 im Ortszentrum von Perchtoldsdorf beschlossen
Der Gemeinderat hat eine Temporeduktion für das historische Zentrum beschlossen. Die Maßnahme soll die Sicherheit erhöhen und die Aufenthaltsqualität verbessern. Ein konkreter Starttermin steht noch nicht fest.
Der Gemeinderat von Perchtoldsdorf hat sich für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h im historischen Ortszentrum ausgesprochen. Nach intensiver Diskussion bekannte sich das Gremium zur Entschleunigung in der stark frequentierten Ortsmitte.
Bürgermeisterin Andrea Kö betonte, dass die Maßnahme nicht gegen das Auto gerichtet sei. Die Ortsmitte solle gut erreichbar bleiben, gleichzeitig sollen sich alle sicher bewegen können. Rücksicht, Lebensqualität und ein entspanntes Miteinander stünden im Vordergrund. Besonders Kinder, ältere Menschen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität würden von der Temporeduktion profitieren.
Temporeduktion nur im Zentrum
Vizebürgermeister und Mobilitätsreferent Tony Platt erklärte, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung auf das stark frequentierte Zentrum beschränkt bleibe. Wo viele Menschen zu Fuß unterwegs sind, Geschäfte und Gastronomie besucht werden und unterschiedliche Verkehrsarten zusammentreffen, soll künftig Tempo 30 gelten.
Nach den Erfahrungen anderer Orte führe dies zu ruhigerem und gleichmäßigerem Fahren. Zugleich könnten Verkehrslärm und Geschwindigkeitsspitzen reduziert werden. Im übrigen Straßennetz von Perchtoldsdorf bleiben die bestehenden Regelungen aufrecht.
Die Entscheidung wird mit dem Land Niederösterreich und der Bezirkshauptmannschaft zeitnah umgesetzt. Ein konkretes Datum für die Einführung steht noch nicht fest.
Haushaltskonsolidierung zeigt Wirkung
Das im Dezember 2025 gemeinsam mit dem Voranschlag 2026 verabschiedete Haushaltskonsolidierungskonzept zeigt greifbare Ergebnisse. Trotz ungünstiger externer Rahmenbedingungen hat sich der Saldo aus Ein- und Auszahlungen des laufenden Betriebs im Finanzierungshaushalt gegenüber dem ursprünglich beschlossenen Voranschlag 2026 um 719.000 Euro verbessert.
Im Finanzjahr 2026 ist keine Aufnahme neuer Darlehen erforderlich. Der Schuldenstand zum Jahresende kann gegenüber 2025 um rund 2,4 Millionen Euro verringert werden.
Die Landesumlagen werden im Finanzjahr 2026 mit rund 55 Prozent bereits mehr als die Hälfte der Ertragsanteile betragen. Das ist für die nahe Zukunft trotz aller Konsolidierungsbemühungen der Gemeinde eine große Herausforderung hinsichtlich der Erfüllung der eigenen, aber auch der von Bund oder Land übertragenen Aufgaben.
Quelle: https://www.perchtoldsdorf.at/Entschleunigung_fuer_Sicherheit_und_Verweilqualitaet_2
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