Tempo 30 in Donnersdorf: Grüne fordern Gutachten

In Donnersdorf wünschen sich Anrainer seit 2025 eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h. Ein vereinfachtes Verfahren ist laut Gemeinde Halbenrain nicht möglich, doch ein verkehrstechnisches Gutachten könnte den Weg ebnen.
Die Bewohner von Donnersdorf setzen sich seit 2025 für eine Tempo-30-Zone ein. Auf der schmalen Ortsdurchfahrt sind zahlreiche Fußgänger und Radfahrer unterwegs. Die Grünen Halbenrain drängen nun darauf, dass die Gemeinde ein verkehrstechnisches Gutachten in Auftrag gibt, um die Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung zu prüfen.
Vereinfachtes Verfahren scheitert an zwei Punkten
Bürgermeister Raphael Scheucher erklärte in Medienberichten, weshalb die Gemeinde die Temporeduktion nicht im vereinfachten Verfahren umsetzen kann. Ein besonderes Schutzbedürfnis, das dafür erforderlich wäre, sei nicht gegeben. Zudem liege ein Teil des betroffenen Abschnitts außerhalb des Ortsgebiets.
Der Bürgermeister verwies jedoch auf eine Alternative: das reguläre Verfahren.
Gutachten als Entscheidungsgrundlage
Für das reguläre Verfahren ist ein verkehrstechnisches Gutachten notwendig. Dieses würde eine fachliche Basis für die Entscheidung der Gemeinde liefern.
Die Grüne Gemeinderätin Andrea Hasenhüttl-Posch fordert, diesen Weg zu beschreiten: „Die Gemeinde sollte diesen Weg jetzt gehen und fachlich prüfen lassen, ob Tempo 30 hier die Verkehrssicherheit verbessern kann.“
Enge Straße und Murradweg R2
Die Ortsdurchfahrt ist schmal, Fußgänger und Radfahrer teilen sich den Raum mit dem Autoverkehr. Durch den Ort verläuft zudem der Murradweg R2. Von einer verbesserten Verkehrssicherheit würden mehrere Gruppen profitieren:
- Bewohner von Donnersdorf, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind
- Familien, Kinder und ältere Menschen
- Radfahrer auf dem Murradweg R2, einer bekannten Radroute der Steiermark
Die Grünen Halbenrain schlagen vor, den Radverkehr auf dem R2 im Gutachten zu berücksichtigen.
Initiative aus der Bevölkerung
Der Wunsch nach Tempo 30 geht auf die Bewohner selbst zurück. Bereits 2025 sammelten Anrainer Unterschriften für mehr Sicherheit im Ort.
Hasenhüttl-Posch sieht Potenzial für eine gemeinsame Lösung: „Ich glaube, dass wir hier gemeinsam einen guten Weg finden können. Die Menschen vor Ort haben ihr Anliegen klar geäußert. Jetzt liegt es an der Gemeinde, die reguläre Prüfung zu ermöglichen und damit eine belastbare Grundlage für die weitere Entscheidung zu schaffen.“
Quelle: https://zukunftsteiermark.at/tempo-30-donnersdorf-gutachten
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