Testamentsspenden für benachteiligte Kinder steigen

Anlässlich des Internationalen Tags des Testaments am 13. September betont Jugend Eine Welt die wachsende Bedeutung von Vermächtnissen für Entwicklungsprojekte. Bereits jeder neunte Spendeneuro in Österreich stammt aus einem Testament.
Testamentsspenden ermöglichen es der Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt, langfristig zu planen und Bildungs- sowie Sozialprojekte nachhaltig zu fördern. Wie Reinhard Heiserer, Geschäftsführer der Organisation, erklärt, geht es bei den unterstützten Programmen in Lateinamerika, Afrika, Asien und Südeuropa nicht um kurzfristige Hilfe. Kinder und Jugendliche sollen über Jahre hinweg Zugang zu Schule, Berufsausbildung und sozialer Unterstützung erhalten.
Jeder neunte Spendeneuro aus Vermächtnissen
Die Bereitschaft, nach dem Tod Gutes zu tun, hat in Österreich in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen. Im Jahr 2025 stammten bereits 122 Millionen Euro von einem Gesamtspendenvolumen von 1,07 Milliarden Euro aus Testamentsspenden. Das entspricht jedem neunten Spendeneuro.
Laut einer Studie des European Research Network on Philanthropy (ERNOP) kann sich mittlerweile jede fünfte Österreicherin und jeder fünfte Österreicher über 40 Jahren vorstellen, das eigene Vermögen oder zumindest einen Teil davon gemeinnützigen Zwecken zu hinterlassen. Die Untersuchung „Philanthropy in Europe“ analysierte neben Österreich auch 22 weitere europäische Länder.
Das Vermächtnis von Olga Harant
Ein konkretes Beispiel für ein persönliches Vermächtnis ist Olga Harant (1950–2025). Die langjährige Unterstützerin von Jugend Eine Welt war Sprachlehrerin und erste Oberstudienrätin am Militärgymnasium in Wiener Neustadt. Zeitlebens widmete sie sich der Förderung junger Menschen, Bildung war für sie Beruf und Berufung.
Mit ihrer Testamentsspende setzte Harant ihr Engagement über ihren Tod hinaus fort. Ihr Vermächtnis unterstützt Bildungsprojekte, die jungen Menschen in Ländern des Globalen Südens Zugang zu Bildung und Ausbildung ermöglichen. Heiserer zeigt sich tief berührt und dankbar, wenn sich jemand für eine Testamentsspende an die Organisation entscheidet.
Vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten
Testamentarische Zuwendungen schaffen für Jugend Eine Welt zusätzlichen Spielraum, bestehende Programme abzusichern, Projekte zu erweitern und neue Initiativen zu starten. Gerade in der Entwicklungszusammenarbeit, wo nachhaltige Strukturen über viele Jahre aufgebaut werden, entfalten solche Vermächtnisse besondere Wirkung.
Die Unterstützungsmöglichkeiten sind vielfältig: Ein Geldbetrag, ein Sparbuch, andere Wertgegenstände oder auch Immobilien können im Leben benachteiligter Kinder und Jugendlicher viel bewirken, betont Heiserer.
Informationen zur Erstellung eines Testaments und zu Testamentsspenden finden sich unter www.jugendeinewelt.at/testament. Dort kann auch der Testamentsratgeber von Jugend Eine Welt kostenlos bestellt werden. Zudem werden Termine kostenloser Notarveranstaltungen der „Initiative Vergissmeinnicht“ angeboten.
Quelle: OTS
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