Thermalwasser: So wirkt es auf Körper und Geist

Warmes Thermalwasser entspannt die Muskulatur, fördert die Durchblutung und senkt das Stresslevel. Die Kombination aus Wärme, Auftrieb und Mineralstoffen sorgt für ein besonderes Wohlgefühl.
Beim Eintauchen in warmes Thermalwasser lockern sich die Schultern, die Atmung wird tiefer und die Gedanken kommen zur Ruhe. Stress und Anspannung lösen sich zwischen der angenehmen Schwerelosigkeit und dem Plätschern des Wassers auf. Doch welche Prozesse laufen dabei im Körper ab?
Wärme entspannt Muskeln und senkt Stress
Sobald der Körper in warmes Wasser eintaucht, weiten sich die Blutgefäße. Die Durchblutung wird angeregt und die Muskulatur beginnt, sich zu entspannen. Verspannungen, die sich über Tage oder Wochen aufgebaut haben, lösen sich allmählich. Ist der Körper entspannt, fällt es auch dem Geist leichter, zur Ruhe zu kommen. Das Stresslevel sinkt spürbar. Das Ergebnis ist ein Zustand angenehmer Müdigkeit bei gleichzeitiger Ausgeglichenheit.
Mineralstoffe und Auftrieb machen den Unterschied
Thermalwasser unterscheidet sich von gewöhnlichem Wasser durch seinen Ursprung: Es stammt aus natürlichen Quellen tief unter der Erde. Auf seinem Weg an die Oberfläche nimmt es nicht nur natürliche Wärme auf, sondern auch wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente.
Dazu kommt der Auftrieb im Wasser: Er nimmt dem Körper einen Großteil seines Gewichts ab. Jede Bewegung wird leichter, für einige Minuten schwebt man schwerelos durchs Wasser.
Positive Effekte für Haut und Gelenke
Die im Thermalwasser enthaltenen Mineralstoffe können die natürliche Hautbarriere unterstützen. Das wird von vielen Menschen als angenehm wahrgenommen, besonders bei empfindlicher Haut.
Gelenke, Wirbelsäule und Muskulatur werden entlastet. Gleichzeitig unterstützt der Wasserdruck die Durchblutung und kann dazu beitragen, Schwellungen zu reduzieren. Verspannte Muskulatur bekommt die Möglichkeit, sich zu lösen, überlastete Gelenke eine Pause. Kommt die wohltuende Wärme hinzu, ist die Auszeit für Körper und Geist komplett.
Warum Finger im Wasser runzelig werden
Nach längerer Zeit im Wasser werden manche Hautstellen runzelig. Früher ging man davon aus, dass die Haut Wasser aufsaugt und dadurch aufquillt. Heute ist bekannt: Das Nervensystem verengt nach längerem Wasserkontakt die Blutgefäße in den Fingerspitzen. Dadurch zieht sich die Haut zusammen und die charakteristischen Falten entstehen.
Forscher vermuten einen evolutionären Vorteil: Die runzelige Struktur könnte für besseren Halt auf nassen Oberflächen sorgen – ähnlich wie das Profil eines Autoreifens auf nasser Straße.
Das Zusammenspiel macht den Erholungseffekt
Das Zusammenspiel von Wärme, Wasser und Ruhe lässt Menschen nach einem Thermenbesuch wie neu geboren fühlen. Diese Kombination sorgt für einen doppelten Erholungseffekt, der im Alltag selten zu finden ist.
Quelle: https://www.badkleinkirchheim.com/blog/detail/thermalwasser-wirkung
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