Tierheim St. Pölten braucht mehr Geld vom Land

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Tierschutzverein St. Pölten schlägt Alarm: Ohne deutlich höhere Förderungen könne die Arbeit nicht mehr wie bisher fortgesetzt werden. Besonders die Versorgung behördlich abgenommener Tiere belaste die Finanzen massiv.

Der Tierschutzverein St. Pölten hat am Freitag eindringlich um finanzielle Unterstützung gebeten. Obmann Thomas Kainz warnte in einer Aussendung, dass die Arbeit in der Region langfristig nicht mehr in der bisherigen Form aufrechterhalten werden könne, sollten die Förderungen – vor allem vom Land Niederösterreich als zuständiger Behörde – nicht deutlich angehoben werden. Als besonders problematisch bezeichnete er die Versorgung von Tieren, die von Behörden abgenommen wurden.

Im Tierheim St. Pölten werden pro Jahr etwa 1.000 Tiere betreut und versorgt. Mehr als 600 Tiere finden jährlich ein neues Zuhause. Bereits jetzt muss der Verein rund die Hälfte der erforderlichen Mittel über Spenden und ähnliche Quellen finanzieren – daher der dringliche Appell an die Politik.

Einzugsgebiet umfasst 700.000 Menschen

Vor dem Welttierschutztag am Sonntag wurde betont, dass behördliche Abnahmen eine große Herausforderung darstellen. Das Einzugsgebiet des Tierheims erstrecke sich auf rund 700.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher samt deren Tiere. Besonders schwierig sei die Weitervermittlung von Hunden mit sogenanntem erhöhtem Gefährdungspotenzial.

Zu den Aufgaben des Vereins gehört die Versorgung von Fundtieren und behördlich abgenommenen Haustieren sowie die Betreuung von Tieren in Notlagen – unabhängig von deren Herkunft oder Vorgeschichte. Tierheimleiterin Victoria Bischof bezifferte die jährlichen Zahlen: rund 300 Hunde, 480 Katzen, 150 Kleintiere, 20 Exoten und 80 Fische. Der Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr erreichbar und fährt pro Jahr etwa 600 Einsätze. Zudem werden im selben Zeitraum mehr als 1.800 medizinische Eingriffe durchgeführt.

Quelle: APA

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