Tierschutzverein startet Fotoaktion gegen Singvogelfang

Pia ProdingerPia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Österreichische Tierschutzverein setzt dem traditionellen Singvogelfang im Salzkammergut eine Alternative entgegen. Mit der Aktion „Kamera statt Käfig“ sollen ab 15. September Fotos von Singvögeln in Freiheit eingereicht werden.

Pünktlich zum Beginn der Saison des Singvogelfangs im Salzkammergut am 15. September präsentiert der Österreichische Tierschutzverein eine tierfreundliche Alternative zu dem umstrittenen Brauchtum. Die Fotoaktion „Kamera statt Käfig“ ruft dazu auf, „Österreichs schönste Singvögel in Freiheit“ zu fotografieren. „Tradition ist nicht starr, sondern entwickelt sich mit der Gesellschaft weiter“, begründet Kampagnenmanagerin Sarah Tanner die Initiative.

UNESCO-Kulturerbe in der Kritik

Der Singvogelfang im Salzkammergut ist offiziell im nationalen Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO verzeichnet. In den Herbstmonaten werden Gimpel, Stieglitze, Erlenzeisige und Fichtenkreuzschnäbel mit Lockvögeln und sogenannten Netzkloben – feinmaschigen Netzfallen – eingefangen. Die Vögel verbringen den Winter in Volieren, werden bei einer Ausstellung präsentiert und im Frühling wieder in die Freiheit entlassen. Tierschützer bezeichnen diese Praxis als Tierquälerei.

Respektvolle Regeln für Fotografen

Der Österreichische Tierschutzverein fordert Vogelfreunde auf, Singvögel zu fotografieren und die Aufnahmen einzusenden. Dabei sollen die Tiere nicht verfolgt oder bedrängt werden. Die Organisation bittet darum, Abstand zu wahren, Nester und Brutplätze nicht zu stören, keine Lockrufe einzusetzen und die Vögel nicht mit Futter anzulocken.

Die Fotoaktion, die auch von Birdlife unterstützt wird, läuft vom 15. September bis 30. November.

Weitere Informationen zur Aktion

Quelle: APA

Worüber spricht Salzburg morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.