Tigermücke breitet sich in Klagenfurt aus

In Klagenfurt wurde eine größere Population der Asiatischen Tigermücke nahe der Glan entdeckt. Die Landessanitätsdirektion ruft die Bevölkerung zur Mithilfe auf, um die Ausbreitung der invasiven Stechmückenart einzudämmen.
Die Asiatische Tigermücke hat sich in Klagenfurt angesiedelt. Seit vergangener Woche ist eine größere Population nahe der Glan bekannt. Die Landessanitätsdirektion informiert über die Lage und ruft zur aktiven Bekämpfung auf.
Die ursprünglich aus Südostasien stammende Stechmückenart ist an ihrer schwarz-weißen Zeichnung und einem weißen Streifen am Rücken zu erkennen. Sie sticht bevorzugt tagsüber und bleibt normalerweise in einem Umkreis von rund 200 Metern um ihren Schlupfstandort. Durch ihre schnelle Vermehrung in dicht besiedelten städtischen Gebieten kann sie sich rasch ausbreiten.
Übertragung von Krankheiten möglich
Die Tigermücke kann mehr als 20 verschiedene Krankheiten übertragen, darunter Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren. Bislang wurden in Österreich ausschließlich Fälle registriert, bei denen sich die Betroffenen im Ausland infiziert hatten. Eine konsequente Reduktion der Population sei ein wichtiger Bestandteil präventiver Gesundheitsmaßnahmen, so die Landessanitätsdirektion.
Monitoring seit 2020 in Kärnten
Das Monitoring der Asiatischen Tigermücke läuft in Kärnten seit 2020. Bisher gab es nur vereinzelte Funde an Reiserouten. Mit Hilfe der Bevölkerung soll nun rasch auf Populationen aufmerksam gemacht werden, um die Ausbreitung einzudämmen.
Verdächtige Funde können über die „Mosquito Alert“-App per Foto und Standort gemeldet werden. Alternativ können Mücken auch im Zecken-Postkasten in der Liberogasse 6 in Klagenfurt oder an der Kasse des kärnten.museum abgegeben werden – lebend oder tot in einem Gefäß mit Datum, Uhrzeit und Fundort. Die Funde werden von Expertinnen und Experten der AGES überprüft und auf einer Karte verortet.
Maßnahmen zur Bekämpfung
Um die Ausbreitung erfolgreich zu bekämpfen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Bevölkerung, lokalen Behörden und Einrichtungen erforderlich. Die Landessanitätsdirektion empfiehlt folgende Erstmaßnahmen für Fundorte mit größerer Population:
Meldung von Funden an die AGES
Lokalaugenschein der betroffenen Region
Kleinwasserstellen trockenlegen
Tür-zu-Tür-Kontakte, um die betroffene Bevölkerung mit Informationen zur Verhütung von Brutstätten zu versorgen
Breite Information der Bevölkerung über Medien, Postwurf, Homepage und Ähnlichem
Weitere Informationen und Informationsmaterialien sind auf der AGES-Webseite verfügbar. Die Karte mit verorteten Funden ist unter map.mosquitoalert.com abrufbar.
Worüber spricht Gitschtal?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – 1x pro Woche für Gemeinden.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.