Tigermücke breitet sich in Wagna aus – Gemeinde bittet um Mithilfe

Pia ProdingerPia Prodinger
Stechmücke unter der Lupe, detaillierte Zeichnung eines Insekts mit schwarz-weißer Musterung auf weißem Hintergrund.
© wagna.at

In der Marktgemeinde Wagna gibt es Hinweise auf ein verstärktes Vorkommen der Asiatischen Tigermücke. Die Gemeinde ruft die Bevölkerung dazu auf, durch einfache Maßnahmen auf privaten Grundstücken die Ausbreitung einzudämmen.

Die Marktgemeinde Wagna meldet ein gehäuftes Auftreten der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus) in der Region. Die Gemeinde appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, durch kleine Maßnahmen auf ihren Grundstücken zur Eindämmung beizutragen.

Erkennungsmerkmale der Tigermücke

Die Asiatische Tigermücke ist kleiner als heimische Gelsen und fällt durch ihre schwarz-weiße Zeichnung auf. Typisch sind weiße Streifen an den Beinen sowie ein weißer Längsstreifen, der über Kopf und Rücken verläuft.

Im Unterschied zu einheimischen Gelsen ist die Tigermücke hauptsächlich tagsüber aktiv und kann besonders lästig werden.

Die Tigermücke kann grundsätzlich Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Viren übertragen. Das tatsächliche Übertragungsrisiko wird in Österreich derzeit als sehr gering eingestuft. Dennoch sei es wichtig, eine weitere Ausbreitung und starke Vermehrung frühzeitig zu verhindern.

Stehendes Wasser als Brutstätte

Die Tigermücke braucht nur kleinste Mengen stehenden Wassers zur Vermehrung. Viele Brutstätten befinden sich direkt rund um Häuser, in Gärten, auf Terrassen und Balkonen.

Die Gemeinde bittet darum, Grundstücke regelmäßig zu kontrollieren und folgende Maßnahmen umzusetzen:

  • Blumenuntersetzer, Kübel und Vogeltränken mindestens einmal wöchentlich entleeren und reinigen
  • Regentonnen vollständig verschließen oder mit feinmaschigem Insektenschutznetz abdecken
  • Gießkannen, Kübel, Scheibtruhen umgedreht oder unter Dach lagern
  • In Kinderspielzeug, Planschbecken, Schirmständern oder Abdeckplanen kein Wasser über längere Zeit stehen lassen
  • Verstopfte Dachrinnen und Abläufe reinigen
  • Alte Reifen und andere Gegenstände, in denen sich Regenwasser sammeln kann, trocken lagern
  • Vasen und Gefäße auf Friedhöfen regelmäßig kontrollieren und reinigen
  • Kleine, nicht benötigte Wasserstellen vollständig beseitigen

Wichtig sei nicht nur das Entleeren, sondern auch das Reinigen: Die Eier der Tigermücke können an den Innenwänden von Gefäßen haften bleiben und sogar längere Trockenperioden überstehen. Behälter sollten daher nach dem Entleeren gründlich ausgewischt oder ausgebürstet werden.

Meldung über App möglich

Wer eine vermeintliche Tigermücke entdeckt, kann den Fund mit einem Foto über die kostenlose App „Mosquito Alert“ melden. Die eingereichten Bilder werden von Fachleuten überprüft und liefern wichtige Informationen über die weitere Ausbreitung.

Quelle: https://www.wagna.at/hinweise-zur-tigermuecke-massnahmen-gegen-die-ausbreitung

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