Tigermücken-Population in Graz steigt nach Regen

Mona HopfingerMona Hopfinger
Stechmücke mit schwarz-weißen Streifen auf braunem Untergrund vor grünem Hintergrund
© Pixabay / Pexels (Symbolbild)

Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Graz nach den jüngsten Niederschlägen wieder verstärkt aus. Die Stadt ruft die Bevölkerung auf, mögliche Brutstätten im privaten Bereich zu kontrollieren und stehendes Wasser regelmäßig zu entfernen.

Die Tigermückenbelastung in Graz nimmt nach den Regenfällen wieder deutlich zu. Der Anstieg erfolgt mit zeitlicher Verzögerung: Die Insekten legen ihre Eier knapp über der Wasserlinie ab, wo diese auch längere Trockenperioden überdauern können. Sobald der Wasserspiegel durch Niederschläge ansteigt, schlüpfen die Larven. Bei sommerlichen Temperaturen entwickeln sich daraus innerhalb von rund zehn bis 14 Tagen ausgewachsene Mücken.

Besonders wichtig ist daher die Kontrolle möglicher Brutstätten rund um Haus, Garten, Innenhof, Terrasse und Balkon auf Eier und Larven.

Regelmäßige Kontrolle kleiner Wasserstellen nötig

Wenige Milliliter stehenden Wassers reichen Tigermücken zur Fortpflanzung. Als Brutstätten gelten Blumentopf-Untersetzer, Kübel, Eimer, Gießkannen, Regentonnen, Vogeltränken, Planschbecken, Pools, Abdeckplanen, Dachrinnen sowie Kinderspielzeug.

Gegenmittel: Behälter wöchentlich vollständig leeren und auswischen – die Eier haften knapp über der Wasserlinie und überstehen auch Trockenperioden. Regentonnen verschließen oder mit Feinnetz abdecken, ungenutzte Behälter trocken und umgedreht lagern. Wo Wasser nicht entfernt werden kann, empfiehlt sich je nach Einsatzbereich eine BTI-Behandlung.

Stadt setzt auf Kontrolle und Sterile-Insekten-Technik

Die Stadt Graz führt ihre Maßnahmen gegen die Asiatische Tigermücke fort. Bekannte Brutstätten im öffentlichen Raum werden kontrolliert und behandelt, Fallen überwachen das Aufkommen, Gesundheitsamts-Mitarbeiter begehen betroffene Gebiete und beraten Haushalte bei der Brutstättensuche auf Privatgrund. Die Stadt betont: Es geht um Unterstützung, nicht um Strafen.

Ergänzend kommt in ausgewählten Bereichen die Sterile-Insekten-Technik (SIT) zum Einsatz – freigesetzte sterile Männchen paaren sich mit Weibchen, ohne lebensfähige Nachkommen zu hinterlassen.

Nachbarschaftliche Zusammenarbeit wirksam

Da die Asiatische Tigermücke meist nur kurze Strecken zurücklegt, können gezielte Maßnahmen im eigenen Garten oder Innenhof unmittelbar wirken – besonders dann, wenn die gesamte Nachbarschaft mitzieht und Wasserstellen regelmäßig kontrolliert.

Weitere Informationen bietet die Website der Stadt Graz. Anfragen per E-Mail an tigermuecke@stadt.graz.at werden laut Stadt so rasch wie möglich bearbeitet; aufgrund des hohen Aufkommens wird um Geduld gebeten.

Quelle: https://www.graz.at/cms/beitrag/10470760/7746936/TIGERMUeCKEN_UPDATE_Nach_den_Regenfaellen_steigt.html

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