TIKO Klagenfurt nimmt nur noch Notfälle auf

Pia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Das Tierheim TIKO in Klagenfurt ist überfüllt und betreut derzeit nur noch Notfälle. Insgesamt werden 287 Tiere versorgt, darunter ungewöhnlich viele Wildtiere und Katzen, so der ORF.

Das Tierheim TIKO in Klagenfurt ist an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Täglich müssen rund 300 Tiere versorgt werden, aktuell sind es 287, wie Anna Ofner, Präsidentin des Tierschutzvereins, berichtet. In den vergangenen Wochen hätten sich Delogierungen und private Notfälle gehäuft, bei denen Tierbesitzer etwa ins Spital mussten und ihre Tiere vorübergehend untergebracht werden mussten.

Ungewöhnlich viele Wildtiere in Betreuung

Besonders auffällig ist die hohe Zahl an Wildtieren: 37 werden derzeit im TIKO versorgt – so viele wie seit langem nicht mehr. „Das ist für uns ungewöhnlich, weil wir eigentlich ja gar nicht für Wildtiere zuständig sind“, erklärte Ofner. Sie rief dazu auf, im Bedarfsfall auch die Vogelhilfe Kärnten zu kontaktieren, insbesondere wenn kleine Vögel Hilfe benötigen.

Neben Vögeln müssen aktuell auch Igel, Fledermäuse und Eichkätzchen aufgepäppelt werden. Dazu kommen zahlreiche junge Katzen. Insgesamt betreut das TIKO derzeit 170 Katzen – im Durchschnitt sind es nur 120.

Vermittlung im Sommer schwieriger

Die Situation werde dadurch verschärft, dass Tiere im Sommer schwerer vermittelt werden können. „Die Leute sind auf Urlaub und das Interesse, insbesondere an Hunden, ist im Sommer geringer als sonst“, so Ofner.

Ähnlich angespannt ist die Lage im Tierheim Wolfsberg. Dort gilt seit Mitte Juni offiziell ein Aufnahmestopp. Die Tiere würden dennoch gebracht, heißt es. Freie Kapazitäten gibt es derzeit noch im Tierheim Villach und für Hunde im Tierheim Garten Eden in Klagenfurt.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3361755/

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