Tirol löst Wien als teuerstes Bundesland ab

Mona HopfingerMona Hopfinger
Immobilienpreise Österreich: Tirol und Wien im Vergleich mit steigendem Euro-Kurs
© Mit KI (Gemini) generiert

Ein Einfamilienhaus in Tirol kostet durchschnittlich 729.912 Euro und ist damit teurer als in Wien, wo die Preise auf 719.277 Euro gesunken sind. Im ersten Halbjahr 2026 stieg die Zahl der Hausverkäufe in Tirol um 26,3 Prozent, so der ORF.

Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Tirol deutlich mehr Einfamilienhäuser verkauft als im Vorjahreszeitraum. Laut Grundbuch wurden 293 Häuser eingetragen, das entspricht einem Plus von 26,3 Prozent. Der Gesamtwert der Transaktionen kletterte um 29,1 Prozent auf 264 Millionen Euro.

Preise in Tirol über Wien-Niveau

Tirol hat Wien als teuerstes Bundesland überholt. Ein typisches Einfamilienhaus kostet in Tirol im Schnitt 729.912 Euro, was einem Zuwachs von 3,1 Prozent entspricht. In Wien sanken die Preise hingegen um 7,6 Prozent auf 719.277 Euro.

Innerhalb Tirols zeigen sich deutliche regionale Unterschiede: Der Bezirk Kitzbühel verzeichnete einen Preisrückgang von 34,8 Prozent auf durchschnittlich 1.270.698 Euro. In Kufstein stiegen die Preise um 8,9 Prozent, in Schwaz um 28 Prozent.

Verkaufszahlen über Zehnjahresschnitt

Die Bezirke Kufstein, Innsbruck-Land, Schwaz, Imst und Lienz liegen bei den Verkaufszahlen über ihren zehnjährigen Durchschnittswerten.

Im bundesweiten Vergleich führt Tirol die Preisstatistik an. Das Burgenland bleibt mit 225.557 Euro das günstigste Bundesland. Vorarlberg verzeichnete mit einem Plus von 53,3 Prozent den stärksten Anstieg bei den Verkaufszahlen, gefolgt von der Steiermark und Oberösterreich.

Bestandsmarkt gewinnt an Bedeutung

REMAX stellt in seiner Analyse eine wachsende Bedeutung des Bestandsmarktes fest. Im Jahr 2025 seien die Baubewilligungen für Ein- und Zweifamilienhäuser österreichweit zurückgegangen. Wenn Grundstückspreise und Baukosten steigen und die Finanzierung teurer wird, werde der Kauf eines bestehenden Hauses mit schrittweiser Sanierung attraktiver. Der Weg ins Eigenheim führe häufiger über den Bestand als über den Neubau.

Quelle: https://tirol.orf.at/stories/3377605/

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