Tiroler EU-Botschafterschulen trafen sich im Landhaus

Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler von elf Tiroler Botschafterschulen des Europäischen Parlaments kamen am 9. Oktober im Innsbrucker Landhaus zusammen. Im Fokus standen Europa, Demokratie und der direkte Austausch mit Politikerinnen und Politikern.
Am Freitag, dem 9. Oktober 2026, fand im Innsbrucker Landhaus ein Vernetzungstreffen aller elf Tiroler Botschafterschulen des Europäischen Parlaments (EPAS) statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Land Tirol, Europe Direct und dem Europäischen Parlament. Die TFBS Kitzbühel war mit einer Lehrerin und vier Schülerinnen und Schülern vertreten.
Aufruf zur Auseinandersetzung mit Europa
Den Tag eröffneten Landtagspräsident Jakob Wolf (ÖVP) und die Europaabgeordnete Sophia Kircher (ÖVP). Beide sagten, dass es wichtig ist, wenn sich junge Menschen schon in der Schule mit Europa beschäftigen. Viele halten die Werte und Freiheiten der EU für selbstverständlich. Man müsse sie aber kennen, um sie schützen zu können. Das Landhaus solle ein Ort sein, an dem junge Menschen Fragen stellen dürfen. Sie dürfen auch von den Politikerinnen und Politikern etwas verlangen.
Workshops zu Demokratie und Desinformation
Am Vormittag setzten sich die Schülerinnen und Schüler in einem Workshop mit den Themen auseinander, die die Europäische Union prägen. Besonders die Demokratie stand dabei im Mittelpunkt. Eine Führung durch das Landhaus bot Einblicke in die Geschichte des Gebäudes und seine Bedeutung für die Tiroler Politik. Die Lehrkräfte hörten währenddessen einen Vortrag von Europe Direct.
Anschließend stellten sich Landtagspräsident Jakob Wolf, die SPÖ-Landtagsabgeordnete Elisabeth Fleischanderl und Georg Pfeifer, Leiter des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in Österreich, den Fragen der Teilnehmenden. Die Schülerinnen und Schüler erhielten so Einblicke in die politische Arbeit und demokratische Entscheidungsprozesse. Fleischanderl betonte, dass Demokratie und die europäische Idee nie selbstverständlich seien und gerade gemeinsam mit jungen Menschen verteidigt werden müssten.
Zu Mittag gab es für alle Teilnehmenden Pizza und Salat. Dabei konnten sie sich mit den anderen Botschafterschulen austauschen, Ideen teilen und neue Kontakte knüpfen. Am Nachmittag gab es noch einen Workshop. Dort ging es um Desinformation in sozialen Medien und um den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Plattformen. Besprochen wurde, wie wichtig es ist, Informationen kritisch zu prüfen und seriöse Quellen zu erkennen. Die Lehrkräfte hörten gleichzeitig einen Vortrag der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino über die Europaregion.
Über das EPAS-Programm
EPAS ist ein Programm für Schulen der Sekundarstufe II. Es soll jungen Menschen Europa, das Europäische Parlament und die europäische Demokratie näherbringen. In Österreich setzen es das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments, das Bildungsministerium und das Zentrum polis gemeinsam um. Mehr als 180 Schulen aus allen Bundesländern machen mit. Lehrkräfte leiten die Aktivitäten als Seniorbotschafter. Schülerinnen und Schüler helfen als Juniorbotschafter dabei, Europa-Aktivitäten zu organisieren.
Quelle: https://tfbs-kitzbuehel.tsn.at/news/epas-vernetzungstreffen-im-innsbrucker-landhaus
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