Top Gear kürt besten Porsche 911 aller Zeiten

Pia ProdingerPia Prodinger
Porsche 911 in Pink fährt auf einer kurvigen Straße in Deutschland
© Porsche Holding GmbH

Das britische Automagazin Top Gear hat sechs legendäre Porsche 911 im Schwarzwald getestet. Redakteur Jethro Bovingdon wollte herausfinden, welcher Elfer der beste aller Zeiten ist – vom Carrera RS 2.7 bis zum aktuellen 992 S/T.

Auf den Bergstraßen des Schwarzwalds hat Top-Gear-Redakteur Jethro Bovingdon eine dreitägige Vergleichsfahrt absolviert. Sein Ziel: Die Frage zu beantworten, welcher Porsche 911 der beste aller Zeiten ist. Im Porsche Newsroom berichtet er über seine Erfahrungen.

Die Vorbereitung für das Projekt nahm Bovingdon nach eigenen Angaben besonders ernst. Er arbeitete intensiv an der Auswahl der Kandidaten, führte zahlreiche Videokonferenzen und suchte sogar in Motorradforen nach Bestätigung für die gewählten Routen. Die Belohnung: drei Tage mit sechs der faszinierendsten Sportwagen, die Porsche je gebaut hat. Das Ergebnis sollte über den YouTube-Kanal von Top Gear sowie in einer ausführlichen Titelgeschichte veröffentlicht werden.

Fokus auf Fahrspaß statt Alltagstauglichkeit

Über mehrere Wochen wurde die Liste der Kandidaten angepasst. Der Ansatz war klar: Gesucht wurde ein 911 in seiner reinsten Form. Alltagstauglichkeit spielte keine Rolle. Stattdessen standen Ansprechverhalten, Präzision und Fahrspaß im Mittelpunkt – das unverfälschte Erlebnis eines kompakten, leichten und auf den Fahrer ausgerichteten Sportwagens.

Diese Herangehensweise bedeutete, dass nicht jeder Fan glücklich gemacht werden konnte. Für den 911 Turbo war kein Platz, ebenso wenig für die regulären Carrera-Modelle. Auch verlockende Kandidaten wie der 911 Carrera 3.2 Clubsport, der 993 GT2 oder der 996 GT3 RS mussten aussortiert werden. Bovingdon hätte am liebsten 20 Fahrzeuge mitgenommen, doch am Ende musste die Vernunft siegen.

Sechs Ikonen aus sechs Jahrzehnten

Die Endauswahl umfasste Fahrzeuge mit Kultstatus aus verschiedenen Generationen. Der 911 Carrera RS 2.7 war gesetzt. Ebenso unverzichtbar erschien der 964 RS – kompakt, leicht und so kompromisslos, dass er auf eine Servolenkung verzichtete.

Der 993 Carrera RS Clubsport wurde gewählt, weil er seit Jahren als einer der besten Porsche 911 aller Zeiten gilt. Aus der wassergekühlten Ära setzte sich der 997 GT3 RS 4.0 durch. Kontroverser war die Wahl des 991 GT2 RS, der sich gegen mehrere GT3-Modelle und sogar gegen den 911 R durchsetzte. Bovingdon bezeichnet dieses Auto als „schlicht ein Phänomen“.

Den Abschluss bildete der 911 S/T der Baureihe 992, der eine neue Generation von GT-Fahrzeugen repräsentiert. Diese Sportwagen verlagern ihren Schwerpunkt von der Jagd nach Bestzeiten hin zu einem besonders intensiven Fahrerlebnis auf der Straße.

Logistische Herausforderung mit Unterstützung von Porsche

Das Presseteam von Porsche Cars Great Britain sowie das Porsche Museum ermöglichten das Projekt. Die Umsetzung war logistisch anspruchsvoll: Transportfahrzeuge mussten organisiert, Mechaniker bereitgestellt und die Türen eines gesicherten Fahrzeuglagers im Raum Stuttgart geöffnet werden.

Der Besuch des Depots war laut Bovingdon eines der Highlights der Reise. Dort stehen Le-Mans-Sieger wie der Porsche 956 neben ungewöhnlichen Prototypen wie dem 928 Shooting Brake. Für jeden Porsche-Interessierten fühle sich dieser Ort wie das Paradies an, so der Redakteur.

Perfekte Bedingungen und prominente Unterstützung

Die Bedingungen im Schwarzwald waren ideal: Das Wetter spielte mit, die Straßen boten alles Erhoffte. Noch besser wurde es, als der ehemalige Le-Mans-Klassensieger und heutige Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister zum Team stieß. Er begleitete die Foto- und Videoaufnahmen und fuhr die Fahrzeuge selbst.

Bergmeister verließ nach Bovingdons Schilderung bereits um 5 Uhr morgens sein Zuhause, um rechtzeitig um 7.30 Uhr beim Frühstück zu sein. Am selben Abend stand für ihn noch eine weitere Fahrt über rund 500 Kilometer zum nächsten Termin an. Als er alle Fahrzeuge versammelt sah, sagte er: „Das ist wirklich großartig. Ich kann kaum glauben, dass wir all diese Autos direkt hintereinander fahren werden. Besser geht es nicht.“

Die DNA des 911 bleibt erhalten

Für Bovingdon lag die größte Freude darin, jene Eigenschaften neu zu entdecken, die den Porsche 911 seit Jahrzehnten einzigartig machen. Er wollte nachvollziehen, wie Porsche diese Qualitäten über Generationen hinweg bewahrt und zugleich weiterentwickelt hat. Die Leistung steige von Modell zu Modell, die Fahrzeuge würden größer und technisch komplexer. Doch die grundlegende DNA des 911 bleibe erhalten.

Gerade diese Fähigkeit, einen Sportwagen umfassend weiterzuentwickeln, ohne seine Identität zu verlieren, mache die Geschichte des 911 zu einer der außergewöhnlichsten in der Automobilwelt, so der Top-Gear-Redakteur.

Welcher der sechs Porsche 911 nun der beste aller Zeiten ist, verrät Bovingdon im Video auf dem YouTube-Kanal von Top Gear.

Quelle: https://www.porscheholding-newsroom.at/storys/porsche/top-gear-kuert-die-besten-porsche-911-aller-zeiten

Worüber spricht Salzburg morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.