Totholz im Garten bietet Wildbienen wichtigen Lebensraum

Abgestorbenes Holz ist für zahlreiche Insekten, Pilze und Bakterien unverzichtbar. Besonders Wildbienen nutzen Totholz zum Anlegen ihrer Brutzellen – doch in Städten und Siedlungen fehlt diese wichtige Struktur oft.
Totholz spielt eine zentrale Rolle für die Artenvielfalt in Gärten und im öffentlichen Raum. Während es manchmal aus Sicherheitsgründen entfernt wird, verschwindet es häufig auch aus einem falsch verstandenen Ordnungssinn. Dabei bildet abgestorbenes Holz die Lebens- und Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl von Organismen.
Zu den Bewohnern zählen einige der größten heimischen Käferarten wie Hirschkäfer, Nashornkäfer und Alpenbockkäfer, deren Larven gut geschützt im toten Holz leben. Auch zahlreiche Wildbienenarten sind auf diese Strukturen angewiesen: Die großen, blau schillernden Holzbienen nagen ihre Brutzellen mit kräftigen Kauwerkzeugen selbst ins Holz. Kleinere Arten nutzen hingegen vorhandene Löcher und Käferfraßgänge, um ihre Brut anzulegen.
Diese kleineren Wildbienen sind auch häufig an Insektenhotels zu beobachten, wo sie künstlich gebohrte Löcher mit 3 bis 10 Millimeter Durchmesser annehmen. Vom verborgenen Leben der Insekten im Holz bemerken Menschen meist wenig – eher fallen die farbenprächtigen Spechte auf, die laut hackend auf der Suche nach Nahrung wahre Kunstwerke aus dem Totholz zaubern.
Praktische Umsetzung in Garten und Park
Baumstämme können nach dem Fällen höher abgeschnitten werden – etwa auf 1,50 Meter – und über viele Jahre stehen bleiben. Solche Baumstümpfe dienen als Naturspielplatz für Kinder, die darauf klettern und unter der abbröckelnden Borke forschen können. Längs angeschnitten mit der Schnittseite nach Süden und angebohrt, entstehen daraus kreative Wildbienenhotels.
Aus Ästen und kleineren Stämmen lassen sich Totholzhecken gestalten. Das Material kann zwischen fix eingeschlagenen Holzpfosten geschlichtet oder als freier Totholzwall gelagert werden. Diese sogenannten Benjeshecken bieten Unterschlupf für Igel, Eidechsen und brütende Vögel.
Auch der Bau von Nisthilfen ist eine Möglichkeit, Wildbienen zu unterstützen. Bereits ein naturbelassener Hartholzblock mit Bohrlöchern kann vielen Arten Platz bieten. Informationen zu Bohrungsgrößen, Materialien und weiteren Details finden sich in Anleitungen im Internet oder in der Landesbroschüre „Nisthilfen – Anleitungen zum Selbermachen“.
Quelle: https://www.hofkirchen-trattnach.at/Bienenfreundlicher_Tipp_Totholz_2
Worüber spricht Hofkirchen an der Trattnach?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – 1x pro Woche für Gemeinden.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.