Treibhausgase in Österreich 2025 um 0,7 Prozent gestiegen

Pia ProdingerPia Prodinger
CO2-Regler wird von einer Hand auf unter 50 eingestellt
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Die Treibhausgasemissionen in Österreich sind 2025 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 0,7 Prozent angestiegen. Forschende der Universität Graz haben die Ursachen analysiert und kommen zum Schluss: Österreich ist nicht auf Kurs, um die Klimaziele bis 2030 zu erreichen.

Das Umweltbundesamt hat die Zahlen zu den Treibhausgasemissionen Österreichs 2025 veröffentlicht. Nach drei Jahren mit starkem Rückgang des CO2-Ausstoßes zwischen 2022 und 2024 ist dieser im vergangenen Jahr wieder um knapp 0,7 Prozent angestiegen. Wissenschaftler der Universität Graz haben untersucht, welche Faktoren dafür verantwortlich sind.

Der kältere Winter 2025 im Vergleich zu 2024 führte zu einer Zunahme der Emissionen um 0,81 Prozent. Die schwache Konjunktur bewirkte hingegen einen Rückgang um 0,38 Prozent. Bereinigt um diese externen Einflüsse ergibt sich ein Anstieg um 0,26 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet Karl Steininger, Volkswirt und Klimaökonom.

„Damit ist Österreich eindeutig nicht am richtigen Kurs, um seine Klimaziele – eine signifikante Emissionsminderung bis 2030 – zu erreichen“, so der Forscher.

Zurücknahme klimapolitischer Maßnahmen als Ursache

Als Hauptgründe für den hausgemachten Anstieg nennt Steininger die Zurücknahme klimapolitischer Maßnahmen und Verhaltensänderungen bei Konsumentinnen und Konsumenten. Ein Beispiel sei die neuerliche Befreiung fossil betriebener Nutzfahrzeuge von der Normverbrauchsabgabe (NoVA).

Besonders stark stiegen die Emissionen in der öffentlichen Produktion von Strom und Fernwärme mit rund 20,7 Prozent. Etwa ein Viertel davon lasse sich dem kälteren Winter zuschreiben, erklärt der Wissenschaftler. Die schwache Konjunktur trug zu einer Reduktion um knapp 0,75 Prozentpunkte bei. Der überwiegende Teil der Zunahme sei somit selbstverantwortet.

Rückkehr zu früheren Gewohnheiten

Als die Energiepreise, vor allem für Gas, in den Vorjahren sehr hoch waren, wurde mehr gespart, etwa durch niedrigere Raumtemperaturen. „2025 sind die Menschen teilweise wieder zu ihren früheren Gewohnheiten zurückgekehrt“, so Steininger.

Zusätzlich wächst der Stromverbrauch in Österreich kontinuierlich durch die Elektrifizierung im Verkehr, den vermehrten Einsatz von Wärmepumpen zur Beheizung von Räumen sowie in der Industrie. Die Ausweitung der erneuerbaren Stromproduktion konnte im Vorjahr mit der steigenden Nachfrage nicht Schritt halten, was ein weiterer Grund für die Zunahme der Emissionen sei.

Gebäudesektor mit acht Prozent Anstieg

Im Gebäudesektor beobachteten die Forschenden der Universität Graz 2025 einen Anstieg von rund acht Prozent im Vergleich zu 2024. Rund die Hälfte lasse sich durch den strengeren Winter erklären, sagt der Volkswirt. Der Rest sei ebenfalls in Verhaltensänderungen sowie in einer Ausweitung der beheizten Flächen begründet.

In den verbleibenden Sektoren sanken die Emissionen 2025 insgesamt um etwas mehr als 1,6 Prozent. Die schwache Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts erklärt davon knapp 0,4 Prozentpunkte. Vor allem in Bereichen der Industrie wirkten sich strukturelle Verschiebungen in Richtung Klimaneutralität positiv aus.

Quelle: https://www.uni-graz.at/de/neuigkeiten/emissionen-in-oesterreich-2025-gestiegen-forschende-der-uni-graz-analysieren-die-ursachen

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