Trilety wird unter neuem Namen fortgeführt

Pia Prodinger
Fortführung 1953: Bürstenmaschine mit Zahnrädern auf Förderband in Fabrikhalle
© Mit KI (Gemini) generiert

Der insolvente Kehrmaschinen-Hersteller Trilety aus Hallein erhält eine Zukunft. Der frühere technische Leiter übernimmt den Betrieb und gründet die Hall X-Tech GmbH, so der ORF.

Der Masseverwalter Johannes Hirtzberger hat am Freitag den Verkauf des gesamten Anlage- und Umlaufvermögens bestätigt. Eine neu gegründete Auffanggesellschaft übernimmt die Vermögenswerte und wird die Produktion weiterführen.

Die neue Firma trägt den Namen Hall X-Tech GmbH. Geschäftsführer und Gesellschafter ist Roland Hallinger, der zuvor als technischer Leiter bei Trilety tätig war. Die Produkte sollen weiterhin unter der Marke Trilety hergestellt werden.

Unklare Perspektive für Beschäftigte

Wie viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernommen werden, ist noch nicht entschieden. Laut Hirtzberger erhalten jene Beschäftigten ein Angebot, die von der neuen Gesellschaft benötigt werden. Der Standort soll vorerst erhalten bleiben.

Für die Gläubiger ist eine Quote vorgesehen. Deren Höhe lässt sich derzeit nicht beziffern, da zunächst eine Liegenschaft im Eigentum der Gesellschaft verwertet werden muss. Dieser Prozess wird längere Zeit in Anspruch nehmen.

Produktion soll kommende Woche starten

Die noch offenen Kundenaufträge werden fertiggestellt. Bereits ab kommender Woche soll die Produktion wieder anlaufen. Die Übernahme laufender Aufträge sei vor allem für die Kunden vorteilhaft, betonte der Masseverwalter. Probleme mit deren Auftraggebern – meist Kommunen – würden dadurch vermieden.

Auch für die Gläubiger sei die Lösung günstiger als eine reine Liquidation. Der Verkauf bereits angearbeiteter Projekte verbessere die Aussicht auf eine Quote.

Insolvenz im vergangenen Juni

Das 1953 gegründete Familienunternehmen aus Hallein hatte sich auf Aufbauten für Kehrmaschinen und Straßenwaschgeräte sowie Spezialanfertigungen spezialisiert. Die Produkte wurden weit über Österreichs Grenzen hinaus verkauft.

Von der Insolvenz im vergangenen Juni waren 207 Gläubiger und 37 Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer betroffen. Trilety entwickelte und konstruierte die Aufbauten in Hallein und baute sie auf vom Kunden bereitgestellte Trägerfahrzeuge auf. Die Auftraggeber kamen zumeist aus dem kommunalen Sektor.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3361903/

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