Trockenheit: Bio-Betriebe dürfen konventionelles Futter kaufen

Wegen der anhaltenden Dürre können burgenländische Bio-Landwirte künftig per Bescheid den Zukauf von konventionellem Futter genehmigen lassen. Die Regelung soll verhindern, dass Betriebe ihre Bio-Zertifizierung verlieren.
Die Trockenheit bringt Tierhaltungsbetriebe im Burgenland in Bedrängnis. Bio-Landwirte können nun eine Ausnahmegenehmigung beantragen, um konventionelles Futter zuzukaufen, ohne ihre Bio-Zertifizierung zu riskieren. Das kündigte Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (Grüne) am Dienstag an. Betroffenen Betrieben solle rasch geholfen werden.
Wiesen und Weiden liefern derzeit deutlich geringere Erträge. Für Rinder, Schafe und Ziegen reicht das selbst erzeugte Futter vielerorts nicht mehr aus. Während konventionelle Landwirte problemlos auf Ersatzfutter zurückgreifen können, fehlt es an ausreichenden Mengen in Bio-Qualität.
Das Verfahren mit Einzelbescheiden wurde im Burgenland bereits 2017 eingesetzt. Genehmigt werden können unter anderem Grünfutter, Trockenfutter, getrocknetes Gras und Futterpellets. Das Land rechnet mit bis zu 30 Anträgen.
Quelle: APA
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