Trockenheit lässt Gras auf Almen absterben

Die anhaltende Dürre macht den steirischen Almbauern schwer zu schaffen. Das Gras wächst nicht mehr nach, braune Flecken breiten sich auf den Weiden aus. Viele Betriebe stehen vor der Entscheidung, Futter zuzukaufen oder Tiere vorzeitig von den Almen zu holen, so der ORF.
Die Dürre bedroht die Futterversorgung auf den steirischen Almen. Anton Hofellner, Obmann des steirischen Almwirtschaftsvereins, berichtet von dramatischen Zuständen: Der Oberboden trockne zunehmend aus, auf den Wiesen würden sich immer größere braune Flecken bilden. Das Gras sterbe teilweise ab, obwohl es jetzt eigentlich eine gute Futtergrundlage sein sollte.
Betriebe unter Druck
Die Situation zwingt viele Landwirte zu schwierigen Entscheidungen. Wenn das Futter nicht mehr ausreiche, blieben nur wenige Optionen, erklärt Hofellner. Entweder müsse man Futter zukaufen oder die für den Winter vorgesehenen Vorräte bereits jetzt verwenden. Alternativ müssten Tiere vorzeitig von der Alm heimgeholt oder sogar notverkauft werden. „Das ist nicht wirklich lustig“, so der Obmann.
Nur in Teilen der Südweststeiermark und auf schattigeren Almen sei die Lage derzeit etwas entspannter, da es dort in den vergangenen Wochen zumindest etwas geregnet habe.
Wochenlanger Regen nötig
Für eine nachhaltige Verbesserung brauche es flächendeckende Niederschläge, betont Hofellner. Für das Graswachstum würden einige Regengüsse bereits ausreichen, damit die Tiere wieder etwas zum Fressen hätten. Um die Quellen wieder aufzufüllen, sei jedoch ein wochenlanger Regen notwendig, der gleichmäßig und langsam in den Boden einwirke.
Bis dahin müssten die Tiere vermehrt Randbereiche der Almen abweiden, die normalerweise kaum genutzt werden und schwer erreichbar sind.
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