TRUMPF zeigt KI-Laserschweißzelle auf EuroBLECH 2026

Mona HopfingerMona Hopfinger
Mitarbeiter deutet auf Bildschirm mit Prozessbeobachtung und Steuerungseinheit
© TRUMPF

Der Technologiekonzern TRUMPF stellt auf der EuroBLECH 2026 eine neue Roboter-Laserschweißzelle vor. Die TruLaser Weld 3000 soll dank Künstlicher Intelligenz die Programmierung deutlich beschleunigen und benötigt weniger Platz als bisherige Modelle.

Der Technologiekonzern TRUMPF präsentiert auf der EuroBLECH 2026 eine kompakte Roboter-Laserschweißzelle, die sich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz schneller programmieren lässt. Die TruLaser Weld 3000 richtet sich vor allem an Betriebe, die hochwertige Blechbaugruppen und Gehäuse in Kleinserien mit vielen Varianten produzieren. Laut Moritz Berger, Produktmanager bei TRUMPF, ermöglicht die Anlage stabile Prozesse, kurze Durchlaufzeiten und hohe Flexibilität in der Fertigung.

Programmierung um die Hälfte beschleunigt

Die Laserschweißzelle kann sowohl direkt an der Maschine als auch mit der Software TruTops Weld vom Büro aus programmiert werden. Bei häufig wechselnden Bauteilen können Mitarbeiter neue Programme am Rechner erstellen, während die Maschine weiterläuft. Auf Basis von CAD-Daten entstehen Schweißprogramme deutlich schneller als bei herkömmlichen Verfahren.

Mit der Funktion „TeachLine Touch“ lassen sich kleine Abweichungen korrigieren, indem Schweißpunkte durch Tippen auf dem Bildschirm verschoben werden. Die Programmier- und Einrichtezeit reduziert sich dadurch um bis zu 50 Prozent. Die Funktionserweiterung „TeachLine AI“ nutzt ein KI-basiertes Verfahren, das Abweichungen der Schweißpunkte erkennt und die Roboterbahn entsprechend der realen Bauteilsituation korrigiert. Dies ermöglicht auch weniger erfahrenen Mitarbeitern die Bedienung der Anlage.

Kompakte Optik für schwer zugängliche Bereiche

Eine neu entwickelte Schweißoptik ist rund 40 Prozent kleiner als bisherige Modelle und erweitert den Einsatzbereich der Maschine. Dank der kompakten Bauweise erreicht der Schweißroboter auch schwer zugängliche Bereiche im Bauteil, etwa die Innenräume tiefer Gehäuse, Kisten oder Boxen. Dadurch können Anwender ein größeres Teilespektrum automatisiert fertigen und manuelle Nacharbeiten reduzieren.

TRUMPF setzt für Prozessstabilität und Nahtqualität auf bewährte Laserschweißtechnologien: BrightLine Scan kombiniert Hochfrequenz-Scanner und motorische Fokusverstellung und ermöglicht so eine Spaltüberbrückung von bis zu 0,4 Millimetern sowie breitere Schweißnähte für einen besseren Toleranzausgleich. BrightLine Weld verteilt die Laserleistung auf einen Innen- und Außenkern im Laserlichtkabel, wodurch beim Tiefschweißen weniger Spritzer entstehen. Für größere Spalte bis etwa 1,5 Millimeter oder für Werkstoffe mit Schweißzusatzbedarf kombiniert FusionLine den Laser mit Zusatzdraht.

Platzsparend und flexibel einsetzbar

Die Schutzkabine der TruLaser Weld 3000 hat eine Aufstellfläche von 3,65 x 3,65 Metern und ist damit rund 24 Prozent kleiner als die kleinste Ausführung der TruLaser Weld 5000. Trotzdem kann die Maschine Bauteile in Paletten-Größe bearbeiten – möglich macht das ein KUKA Iontec Roboter mit 2100 Millimeter Reichweite und der neuesten Steuerungsgeneration.

Zum Ausrichten der Bauteile stehen ein klassischer Schweißtisch, ein Dreh-Kipp-Positionierer oder ein kompakter Rotationswechsler zur Auswahl, mit dem man hauptzeitparallel be- und entladen kann. Mit drei oder vier Kilowatt Laserleistung schweißt die TruLaser Weld 3000 Edelstahl und Baustahl bis acht Millimeter sowie Aluminium bis sechs Millimeter Materialdicke – zum Einsatz kommt sie etwa im Geräte- und Anlagenbau, bei Blechbauteilen für Rechenzentren, in der Medizintechnik oder in der Küchen- und Lebensmittelindustrie.

Quelle: https://www.trumpf.com/de_AT/newsroom/pressemitteilungen-global/pressemitteilung-detailseite-global/release/euroblech-2026-schneller-zum-fertigen-teil-mit-ki-gestuetzter-laserschweisszelle-von-trumpf-10310

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