TSA eröffnet Stanzzentrum in Wiener Neudorf

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Traktionssysteme Austria hat am 15. Oktober ein neues Stanzzentrum am Standort Wiener Neudorf eröffnet. Das Unternehmen investiert rund 9,5 Millionen Euro in den Ausbau der Produktion und will bis 2030 die Zahl der Beschäftigten von 450 auf 550 erhöhen.

Der Hersteller elektromechanischer Antriebe für Schienen- und Straßennutzfahrzeuge hat am Standort Wiener Neudorf ein neues Werk eröffnet. Bei der feierlichen Eröffnung des Stanzzentrums Werk 3a waren unter anderem Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker anwesend.

Mit der neuen Produktionsstätte holt TSA einen wesentlichen Fertigungsschritt ins eigene Haus. Künftig kann das Unternehmen den gesamten Bedarf an Elektroblechen selbst herstellen. Bisher lag die Eigenfertigungsquote bei rund 20 bis 25 Prozent. Eine zweite Stanzmaschine soll 2027 hinzukommen, dann sollen jährlich fünf Millionen Bleche produziert werden.

„Mit dem neuen Stanzzentrum stärken wir gezielt unsere eigene Fertigung, erhöhen die Wertschöpfung am Standort und gewinnen zusätzliche Flexibilität entlang der gesamten Lieferkette – ein wichtiger Schritt, um TSA langfristig wettbewerbsfähig und zukunftssicher aufzustellen“, erklärte Harold Schmidt, Geschäftsführer von TSA.

Einsparung von 200 Tonnen CO₂ jährlich

Das neue Werk bündelt zentrale Stanz- und Umformprozesse. Durch den Wegfall bisher notwendiger Transporte werden künftig jährlich rund 200.000 Lkw-Kilometer und damit etwa 200 Tonnen CO₂ eingespart. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes und moderne Wärmepumpen ergänzen das Energiekonzept.

Der Produktionsstart ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen. Das Stanzzentrum ist Teil der langfristigen Standortentwicklung zur sogenannten TSA-City. Aus ursprünglich einer Produktionshalle entsteht schrittweise ein integrierter Standort mit vier Produktionshallen.

100 zusätzliche Arbeitsplätze bis 2030

Im Zuge des weiteren Ausbaus plant TSA, die Zahl der Beschäftigten in Österreich von derzeit rund 450 auf 550 bis zum Jahr 2030 zu erhöhen. „Das Werk 3a steht für einen Weg, den wir bereits seit vielen Jahren verfolgen: kontinuierliche Investitionen in Technologie, Know-how und den Standort“, sagte Robert Tencl, Geschäftsführer von TSA. „Die neue Halle schafft Raum für moderne Fertigung. Die Maschinen schaffen neue Möglichkeiten. Und die Menschen bei TSA sorgen dafür, dass daraus am Ende leistungsfähige Produkte für die internationale Mobilität entstehen.“

Der Ausbau der Produktionsinfrastruktur schafft zusätzliche Nachfrage bei regionalen Partnern und Dienstleistern. Traktionssysteme Austria entwickelt und produziert maßgeschneiderte Antriebslösungen für den internationalen Mobilitätsmarkt und ist mit internationalen Standorten und Beteiligungen unter anderem in Bosnien und Herzegowina, China, den USA und Indien vertreten.

Quelle: OTS

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