TU Wien und Innenministerium verlängern Kooperation

Die Technische Universität Wien und das Bundesministerium für Inneres haben ihre strategische Partnerschaft verlängert. Die bereits 2018 geschlossene Kooperationsvereinbarung wurde am 28. Oktober 2026 erneuert.
Generalsekretär Andreas Achatz vom BMI und Peter Ertl, Vizerektor für Forschung, Innovation und Internationales der TU Wien, unterzeichneten das Abkommen im Büro des Generalsekretärs. Ziel ist der weitere Ausbau gemeinsamer Aktivitäten in Forschung und Entwicklung für ein sicheres und resilientes Österreich.
Akademische Expertise trifft auf praktische Erfahrung
Die Partnerschaft konzentriert sich auf zukunftsweisende Technologien zur Steigerung der Sicherheit. Durch die Bündelung von akademischer Expertise und praktischen Erfahrungen sollen Antworten auf komplexe Anforderungen der aktuellen und künftigen Sicherheitslage entwickelt werden.
Bereits in der Vergangenheit haben gemeinsame Projekte positive Resultate erzielt. Bedarfsorientierte Forschung gelingt besonders im engen Austausch mit jenen Organisationen, die Erkenntnisse und Technologien praktisch einsetzen. Die langjährige Kooperation basiert auf gegenseitigem Vertrauen und kontinuierlichem Dialog.
Interdisziplinäre Forschung über alle Fakultäten
An der TU Wien hat Sicherheitsforschung einen hohen Stellenwert und ist über alle Fakultäten hinweg verankert. Mit der Knowledge Sphere „Safety and Security for Resilient Societies“ bündelt die Universität ihre Kompetenzen gezielt. Sie versteht Sicherheit, Resilienz und Verteidigung als gesellschaftlich relevante Zukunftsthemen – im Sinne des Leitgedankens „Technik für Menschen“.
„Sicherheit ist kein statischer Zustand, sondern ein dynamischer Prozess“, sagt Andreas Achatz. Durch die strategische Allianz mit der TU Wien werde Wissen proaktiv generiert und moderne Technik konsequent in den Dienst der Gesellschaft gestellt, um das hohe Sicherheitsniveau in Österreich nachhaltig zu gewährleisten.
Peter Ertl betont die Bedeutung interdisziplinärer Forschung, die Sicherheit und Resilienz der Gesellschaft ebenso in den Mittelpunkt stellt wie Fragen der Verteidigung. „Die Zusammenarbeit mit dem BMI ist dabei ein wichtiger Beitrag, wissenschaftliche Erkenntnisse wirksam in die Praxis zu bringen“, so der Vizerektor.
Fünf Themenfelder im Fokus
Den Rahmen bildete die dritte Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Forschung im Dialog“. Im Mittelpunkt standen aktuelle Forschungsschwerpunkte: Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen und Data Science, Quantentechnologie, Cyber-Sicherheit, Drohnentechnologie sowie Arbeitswissenschaft, Organisation und Leadership.
Nach der Vorstellung diskutierten Bedienstete des BMI und Expertinnen und Experten der Universität in einem interaktiven World-Café-Format Lösungsansätze und mögliche Anknüpfungspunkte für künftige Projekte.
Krisen und Katastrophen lassen sich nur durch interdisziplinäre Kooperation wirksam bewältigen. Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Bedarfsträgern schaffe die Grundlage für innovative, praxisnahe Lösungen und stärke die gesellschaftliche Resilienz. Zugleich profitieren beide Seiten: Die Forschung erhält Einblick in konkrete Herausforderungen, während Anwenderinnen und Anwender von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren.
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