Über 100 Kündigungen bei Raiffeisen-Lagerhäusern in NÖ

Bei den Raiffeisen-Lagerhäusern in Niederösterreich stehen mehr als hundert Beschäftigte vor der Kündigung. Die Gewerkschaft GPA fordert nun einen umfassenden Sozialplan und kritisiert die Arbeitsmarktpolitik des Landes.
Mehr als hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Raiffeisen-Lagerhäuser in Niederösterreich sollen gekündigt werden. Das wurde diese Woche bekannt. Michael Pieber, Geschäftsführer der Gewerkschaft GPA Niederösterreich, bezeichnet dies als schweren Schlag für die Betroffenen in einem schwierigen Arbeitsmarktumfeld.
Verhandlungen über Sozialplan gestartet
Die Beschäftigten wurden im Rahmen von Betriebsversammlungen an den betroffenen Standorten über den geplanten Stellenabbau informiert. Die Gewerkschaft GPA hat mittlerweile Verhandlungen mit der Geschäftsführung über einen Sozialplan aufgenommen. „Das ist zu begrüßen, aber jetzt braucht es rasch verbindliche Antworten seitens des Raiffeisen-Konzerns“, so Pieber.
Der Gewerkschafter betont, dass ein Sozialplan die Folgen für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen bestmöglich abfedern müsse. Viele der Betroffenen seien langjährige Beschäftigte, die nun Planbarkeit statt weiterer Ungewissheit benötigten.
Forderung nach permanenter Arbeitsstiftung
Pieber richtet seine Kritik auch an die Landespolitik. Von einer Kündigungswelle zur nächsten zu improvisieren, sei keine Arbeitsmarktpolitik. Niederösterreich brauche endlich eine permanente Arbeitsstiftung, damit Beschäftigte rasch und unbürokratisch Zugang zu Ausbildung und neuen beruflichen Chancen erhalten. „Das Land muss endlich vorsorgen, statt weiter hinterherzulaufen“, fordert der Gewerkschafter abschließend.
Quelle: OTS
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