Über 1000 Studienanfänger starten an der FH Burgenland

An der Hochschule Burgenland beginnen dieser Tage mehr als 1000 Erstsemestrige ihr Studium. Absolventen der Fachhochschule geben den Neuankömmlingen Tipps für die kommenden Jahre mit auf den Weg.
Mehr als 1000 Studienanfängerinnen und Studienanfänger haben dieser Tage an der Hochschule Burgenland ihr Studium begonnen. Für die Erstsemestrigen bedeutet das: neue Kontakte knüpfen, Herausforderungen meistern und vor allem lernen. In zwei bis drei Jahren Ausbildung sammeln Studierende nicht nur Fachwissen, sondern auch zahlreiche weitere Kompetenzen.
Das Studium vermittelt weit mehr als reine Fachinhalte. Prüfungsphasen trainieren den Umgang mit Zeitdruck und Stress. Abgabetermine und Projektarbeiten fördern organisatorische Fähigkeiten. In Gruppenarbeiten entwickeln sich zwischenmenschliche Kompetenzen – und oft entstehen dabei Freundschaften, die über das Studium hinaus Bestand haben.
Marlene, die den Bachelor Information, Medien und Kommunikation abgeschlossen hat, betont die Bedeutung der Mitstudierenden: „Manche Fächer scheinen am Anfang nicht schaffbar – aber mit den richtigen Kolleg*innen ist alles halb so schlimm. Teamwork makes the dream work – for real! Die drei Jahre gehen so schnell vorbei: Unternehmt so oft wie möglich etwas mit den Mitstudierenden.“
Ratschläge von Absolventinnen und Absolventen
Die Hochschule hat frischgebackene Absolventinnen und Absolventen nach ihren Erfahrungen befragt: Was haben sie während ihrer Zeit an der FH gelernt? Was würden sie rückblickend anders machen? Und welche Empfehlungen haben sie für die Studienanfänger?
Maria, Absolventin des Masters E-Learning und Wissensmanagement, rät: „Legt euch gleich zu Beginn des Semesters eine To-do-Liste an.“ Karina, die Software Engineering studiert hat, empfiehlt: „Prüft gleich am Anfang, ob ihr euch ein Fach anrechnen lassen könnt.“
Markus, Absolvent des Bachelors Gebäude- und Energietechnik, hat bei jeder Prüfung den ersten Antritt wahrgenommen – so sei das Wissen aus den Vorlesungen noch am präsentesten gewesen. Florian, der IT Infrastruktur-Management abgeschlossen hat, hält es für machbar, während des Studiums geringfügig zu arbeiten. Gerade im IT-Bereich sei es wichtig, sich auch privat mit der Materie auseinanderzusetzen.
Jules, Absolventin des Bachelors Soziale Arbeit, empfiehlt die Bildung von Lerngruppen. Godor, der Internationale Wirtschaftsbeziehungen studiert hat, würde rückblickend mehr Zeit für Prüfungen einplanen.
Mitschriften und kontinuierliches Lernen
Mehrere Absolventinnen und Absolventen betonen die Bedeutung von Mitschriften und kontinuierlichem Lernen. Die Motivation zu Beginn sei oft hoch, lasse dann aber nach. Wer jedoch von Anfang an Zusammenfassungen erstelle und direkt mitlerne, spare sich später viel Aufwand – besonders bei der Bachelor- oder Masterprüfung.
Florian rät: „Auf jeden Fall mehr Mitschriften machen und auch wenn es Online-Vorlesungen sind, zuhören. Macht nicht nur zu Beginn mit, sondern immer.“ Marlene empfiehlt, bei Online-Vorlesungen mitzudenken, das Handy wegzulegen und Zusammenfassungen für die Bachelorprüfung aufzuheben.
Nicole, Absolventin des Bachelors Energie- und Umweltmanagement, bringt es auf den Punkt: „Lernt GLEICH mit, nicht erst vor der Prüfung.“ Markus ergänzt, dass man an Fernlehr-Wochenenden genau das tun sollte, wofür sie vorgesehen sind: lernen.
Früh mit der Abschlussarbeit beginnen
Auch wenn die Bachelor- oder Masterarbeit für Erstsemestrige noch in weiter Ferne liegt, sollte man sich nicht zu spät damit beschäftigen. Bernhard, Absolvent des Bachelors IT Infrastruktur-Management, würde rückblickend früher mit der Abschlussarbeit beginnen.
Karin, die Gebäude- und Energietechnik berufsbegleitend studiert hat, würde die Bachelorarbeit zeitlich anders einteilen. Weil sie im Sommer fertig sein wollte, sei die Finalisierung bis Anfang Juni sehr knapp gewesen.
Chiara, Absolventin des Bachelors Gesundheits- und Krankenpflege, hat sehr lange nach einem Thema gesucht und erst am letzten Drücker eines gefunden. Sie empfiehlt, sich schon relativ früh – eventuell bereits im ersten Studienjahr – Gedanken über ein spannendes Thema zu machen, auch wenn es nur grobe Ideen sind.
Natascha, die sowohl den Bachelor Information, Medien & Kommunikation als auch den Master Business Process Engineering & Management abgeschlossen hat, würde die Zeitaufwände bei Projekt- und Hausarbeiten tracken. So könne man Referenzwerte für die Abschlussarbeit bilden und habe vorab einen besseren Überblick. Auch für Gruppenarbeiten könne es hilfreich sein, Aufwände zu dokumentieren, falls es zu Konflikten kommen sollte.
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