Über 100.000 Menschen in Energiegemeinschaften

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

In Niederösterreich sind mittlerweile mehr als 100.000 Personen Mitglied einer Energiegemeinschaft. Das gab LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf beim Regionaltreffen Bürgerenergie in St. Pölten bekannt.

Stephan Pernkopf hob beim Regionaltreffen Bürgerenergie in St. Pölten die Entwicklung der Energiegemeinschaften im Bundesland hervor. Die Mitglieder würden von niedrigeren Stromkosten profitieren und gleichzeitig ein besseres Verständnis für Stromproduktion und Energieverbrauch entwickeln. Der Aufschwung der Bürgerenergie sei ein wichtiger Schritt zur Energiewende und schaffe regionale Wertschöpfung, so der LH-Stellvertreter.

Die Landesregierung wolle die Bevölkerung weiterhin dabei unterstützen, unabhängig von fossilen Energieimporten zu werden. Dies schütze das Klima, sichere die regionale Wirtschaftskraft, spare Kosten und erleichtere das Leben, erklärte Pernkopf.

Umfassendes Serviceangebot aufgebaut

Das Bundesland habe bereits früh die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen. Die Energieberatung Niederösterreich informiere Haushalte unabhängig, produktneutral und kostenlos. Die Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich (eNu) begleite Energiegemeinschaften von der Gründung bis zum laufenden Betrieb, führte Pernkopf aus.

Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG), das am 5. Oktober in Kraft tritt, rechnet der LH-Stellvertreter mit zusätzlichen Impulsen. Die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen würden die Rechte der Konsumentinnen und Konsumenten stärken und neue Möglichkeiten für Energiegemeinschaften schaffen. Dadurch werde die Bürgerenergie noch attraktiver.

300 Teilnehmer beim Bürgerenergie-Gipfel

Rund 300 Vertreterinnen und Vertreter von Energiegemeinschaften aus ganz Österreich nahmen am Bürgerenergie-Gipfel teil. Neben fachlichem Austausch und Vernetzung standen Vorträge zu Stromspeicherlösungen, neuen rechtlichen Rahmenbedingungen und Entwicklungen im Netzbereich auf dem Programm.

Bei der Veranstaltung wurden fünf innovative Best-Practice-Projekte ausgezeichnet. Zu den Preisträgern zählt die EEG Guntramsdorf aus dem Bezirk Mödling, die für ihr Engagement im Bereich der Bürgerenergie gewürdigt wurde.

Herbert Greisberger, Geschäftsführer der eNu, gratulierte zur Auszeichnung mit dem Innovationspreis. Die EEG Guntramsdorf verbinde lokale und regionale Erneuerbare Energiegemeinschaften sowie Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen in einem gemeinsamen System und ermögliche damit eine möglichst lokale Nutzung des erzeugten Stroms. Eine eigens entwickelte Softwareplattform nutze Verbrauchs-, Erzeugungs- und Wetterprognosen zur Steuerung der Energieflüsse. Ergänzt werde das Modell durch anreizbasierte Tarifmodelle, digitale Services und persönliche Energieberatung vor Ort.

In Podiumsdiskussionen diskutierten Expertinnen und Experten aus Politik, Energiewirtschaft und Praxis über die Zukunft der Bürgerenergie und deren Rolle für eine sichere, regionale und nachhaltige Energieversorgung.

Informationen zu Bürgerenergie finden Interessierte auf www.energie-noe.at/energiegemeinschaften. Einen Überblick über Energiegemeinschaften in der Umgebung gibt es unter www.stromverbindet.gv.at.

Quelle: OTS

Worüber spricht Mödling morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.