Über 100.000 Unterschriften für Marchfeldgemüse

Eine Online-Petition zum Erhalt der heimischen Tiefkühlgemüse-Produktion hat mehr als 100.000 Unterstützer gefunden. Hintergrund ist die geplante Schließung des Ardo-Werks in Groß-Enzersdorf, die den Anbau im Marchfeld gefährdet.
Mehr als 100.000 Menschen haben auf der Plattform mein.aufstehn.at eine Petition unterzeichnet, die den Standort für österreichisches Tiefkühlgemüse sichern soll. Auslöser ist die angekündigte Schließung des Ardo-Werks in Groß-Enzersdorf, die die Produktion von heimischem Tiefkühlgemüse bedroht.
Ohne das Verarbeitungswerk in der Region rechnet sich der Anbau für viele Landwirte nicht mehr. Zahlreiche Bauernfamilien stehen vor der Frage, wer ihr Gemüse künftig verarbeiten wird. Im Marchfeld bei Wien werden derzeit Erbsen, Bohnen, Spinat und Karotten für die Tiefkühlproduktion angebaut.
Petitionsinitiatorin fordert politisches Handeln
Irene Lubomersky, die die Petition ins Leben gerufen hat, appelliert an die Politik: „Im Marchfeld bei Wien wachsen Erbsen, Bohnen, Spinat und Karotten für unser Tiefkühlgemüse. Mit der Schließung des Ardo-Werks droht der Anbau dieser regionalen Lebensmittel zu verschwinden. Jetzt ist die Politik gefordert, den Standort und damit die Zukunft des heimischen Tiefkühlgemüses zu sichern“, so die 68-jährige pensionierte Lehrerin.
Als mögliche Lösungen nennt sie die Unterstützung durch Bund und Land. Diese könnten beispielsweise die Finanzierung eines neuen Verarbeitungsbetriebs oder den Zusammenschluss der betroffenen Bauernfamilien fördern.
Quelle: OTS
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