Über 400 Einsatzkräfte übten Ernstfall im Tennengau
Bei der Katastrophenschutzübung TENT '26 haben am Samstag mehr als 400 Einsatzkräfte in Adnet und Krispl gleichzeitig fünf verschiedene Notfallszenarien bewältigt. Feuerwehr, Rotes Kreuz sowie Berg-, Höhlen- und Wasserrettung trainierten die Zusammenarbeit unter erschwerten Bedingungen.
Ab Mittag rückten zahlreiche Blaulichtfahrzeuge in Adnet und Krispl aus. Mehr als 400 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, des Roten Kreuzes sowie der Berg-, Höhlen- und Wasserrettung waren ab 12 Uhr im Einsatz. Unterstützt wurden sie von der Polizei und der Salzburg AG. Im Rahmen der Katastrophenschutzübung TENT '26 (Tennengauer-Einsatz-Netzwerk-Training) wurden zeitgleich an fünf Abschnitten unterschiedliche Szenarien trainiert.
Die Einsatzkräfte mussten mehrere Stunden lang anspruchsvolle Situationen bewältigen: einen schweren Verkehrsunfall an der Wiestal Landesstraße mit einem Auto, das im See versank, Angler in Seenot, verunfallte und von Wassermassen eingeschlossene Canyoningsportlerinnen und -sportler sowie ein Forscherteam, das in einer Höhle eingeschlossen war. Nasskaltes Wetter stellte die Einsatzkräfte bei der Übung zusätzlich auf die Probe. Dennoch ging die Rechnung auf: Behörde und Einsatzorganisationen trainierten erfolgreich ihr reibungsloses Zusammenspiel.
Landeshauptfrau lobt Zusammenarbeit
Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betonte, dass die Bezirkshauptmannschaften im Krisenfall als zentrale Schaltstelle fungieren. „Die heutige Übung im Tennengau hat gezeigt, wie effizient und gut abgestimmt jedes Rädchen ineinandergreift“, so Edtstadler. Die Menschen im Bundesland könnten sich Tag und Nacht auf die Behörden und die professionelle Zusammenarbeit der Einsatzkräfte verlassen. Sie dankte allen ehrenamtlichen Kräften, den Statistinnen und Statisten sowie den Mitarbeitenden der Bezirkshauptmannschaft Hallein.
Bezirkshauptfrau Monika Vogl hob die ausgezeichnete Kooperation zwischen den eingesetzten Kräften hervor. Die hohe Einsatzbereitschaft aller Beteiligten sowie die lösungsorientierte Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg hätten zum Erfolg geführt.
Stabsarbeit erfolgreich getestet
Neben dem Einsatz an den Schadstellen in Adnet und Krispl bewährte sich auch der Stab in der Bezirkshauptmannschaft Hallein. Entscheidungen wurden strukturiert vorbereitet, die örtliche Einsatzleitung im realen Übungsszenario und der Stab arbeiteten effizient und zielgerichtet zusammen. Die Übung habe bestätigt, dass die geschaffenen Strukturen und Abläufe ein solides Fundament für die Bewältigung größerer Schadenslagen bilden, betonte Vogl.
Laut Andreas Leiter, Katastrophenschutzreferent der BH Hallein, erfüllte die Übung ihren Hauptzweck: Unter realitätsnahen Bedingungen wurden Schwachstellen und Verbesserungspotenziale sichtbar. Erkenntnisse gab es vor allem bei einzelnen Informations- und Kommunikationsabläufen sowie bei der Abstimmung zwischen den Ebenen der Einsatzführung. Sie würden nun ausgewertet und flössen in künftige Einsätze ein.
Hoher Ausbildungsstand, großes Engagement und professionelle Kooperation hätten gezeigt, dass sich die Bevölkerung im Ernstfall auf eine leistungsfähige, eingespielte Sicherheits- und Katastrophenschutzstruktur verlassen könne. Die Erfahrungen sollen zur weiteren Optimierung bestehender Konzepte dienen. Leiter dankte dem Team der Koordinations- und Planungsgruppe, das ein forderndes Szenario entworfen und umgesetzt habe.
Quelle: https://www.adnet.at/Katastrophenschutzuebung_TENT_26_erfolgreich_beendet
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