Über zwei Tonnen Müll aus Gletschern geborgen

Pia ProdingerPia Prodinger
Müllsäcke mit 2.000 kg Abfall und Dosen in einem Gletscher in den Alpen
© Mit KI (Gemini) generiert

Am Pasterzen- und Bockkargletscher haben Nationalpark Hohe Tauern und Alpenverein diese Woche mehr als 2.000 Kilogramm Altlasten eingesammelt. Der Großteil stammt aus den 1960er- und 1970er-Jahren.

Eine gemeinsame Sammelaktion von Nationalpark Hohe Tauern und der Alpenvereinssektion Großkirchheim-Heiligenblut-Mörtschach hat diese Woche mehr als 2.000 Kilogramm ausgeaperten Müll vom Pasterzen- und Bockkargletscher geholt. Die Gletscherschmelze hatte die Abfälle vergangener Jahrzehnte freigelegt.

„80 Prozent sind Aludosen“, erklärte Johann Keuschnig, stellvertretender Nationalparkdirektor. Der überwiegende Teil des Mülls dürfte aus den 1960er- und 1970er-Jahren stammen. Nach Keuschnigs Schätzung liegen noch rund 5.000 Kilogramm Müll am Berg.

Drei Bigpacks mit je 800 Kilo gefüllt

„Wir haben drei große Bigpacks mit je circa 800 Kilo Müll gesammelt“, berichtete Keuschnig. Man versuche, noch eine zweite Aktion zu starten. Eine Müllsammelaktion im Gletschergebiet sei allerdings nicht einfach: Es müssen Steigeisen getragen werden, zeitweise sei auch Sicherung nötig.

Teil des Jubiläumsjahres

Die Aufräumaktion zählt zu den Schwerpunkten des Jubiläumsjahres „40 Jahre Sonderschutzgebiet Gamsgrube und Pasterze“. Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger (SPÖ) beteiligte sich ebenfalls an der Sammelaktion. „Die Pasterze und die Gamsgrube sind besondere Naturräume, die uns die Kostbarkeit und Verletzlichkeit alpiner Landschaften auf eindrückliche Weise vor Augen führen“, sagte sie. Gerade im Jubiläumsjahr sei diese Aufräumaktion ein wichtiges Zeichen: „Schutz bedeutet nicht nur reden, sondern auch konkret handeln.“

Quelle: APA

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