Überfüllte Busse auf Linie 150 im Salzburger Umland

Pia ProdingerPia Prodinger
Bus mit Frau im Hut und Fahrkartenautomat im Gang
© salzburg.neos.eu

Die Buslinie 150 in Richtung Salzkammergut ist erneut überlastet. Ein Gemeinderat kritisiert Stadt- und Landespolitik, weil das Angebot nicht an die steigende Nachfrage angepasst werde.

Wie bereits im Vorjahr kämpft die Linie 150 im Salzburger Umland mit Überfüllung. Die Verbindung in Richtung Salzkammergut ist für Touristen und Einheimische oft die einzige Alternative zum Auto – doch die Kapazität reicht nicht aus.

Lukas Rupsch, Gemeinderat der Neos, übt scharfe Kritik an der Politik: „Wenn der überfüllte Bus unattraktiv ist, bleibt als Alternative nur noch der PKW. Durch die fehlende Entlastung der Linie 150 drängen Stadt- und Landespolitik faktisch immer mehr Menschen dazu, mit dem Auto zu fahren“, so Rupsch. Die Folge sei mehr Stau auf den Straßen – und Busse, die im Verkehr stecken bleiben.

Ziele aus Mobilitätskonzept nicht erreicht

Im Mobilitätskonzept 2016 wurde festgelegt, den Anteil des öffentlichen Verkehrs in Salzburg von 12 Prozent auf 14 Prozent zu steigern. Aktuell liegt der Wert bei 12,3 Prozent.

Rupsch sieht darin ein Versagen der Verantwortlichen: „Wir sehen also schwarz auf weiß, wie sich das Angebot im Land Salzburg in den letzten zehn Jahren gerade einmal um 0,3 Prozentpunkte erhöht hat. Dass es bei jährlich steigenden Nutzerzahlen in der öffentlichen Mobilität dann zu Überlastungen kommt, ist kein Wunder – und peinlich für Stadt- und Landesregierung, die es nicht schaffen, das Angebot an die Nachfrage anzupassen.“

Quelle: https://salzburg.neos.eu/aktuelles-events/blog/2026/8/busangebot-im-salzburger-umland-die-politik-muss-handeln

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