Ukraine-Geflüchtete campieren in Zelten in Graz

Mehrere Familien aus der Ukraine mussten tagelang in Zelten im Metahofpark in Graz übernachten. Bis zu 30 Personen, darunter viele Minderjährige, waren zeitweise betroffen, so der ORF.
Geflüchtete aus der Ukraine haben in den vergangenen Tagen im Metahofpark in Graz in Zelten übernachtet. Nach Angaben der Aktivistin Tamara Mandl, die die Familien unterstützt, waren zeitweise zwischen 20 und 30 Personen im Park untergebracht, viele davon minderjährig. Die Stadt Graz hat mittlerweile eine Familie in eine feste Notunterkunft gebracht.
Versorgungslücke nach Ende der Landesfinanzierung
Mandl macht für die Situation eine Versorgungslücke verantwortlich. Seit das Land im Herbst die Finanzierung von Übergangsquartieren eingestellt habe und die Stadt diese nicht übernommen habe, gebe es keine Notschlafstellen oder Übergangsquartiere mehr für diese Gruppe. Betroffen seien Geflüchtete in der Zeit zwischen ihrer Registrierung und der Aufnahme in die Grundversorgung. Dieser Zeitraum könne Tage bis Wochen dauern.
Angriff auf Zelte mit Kindern
In einem Ausweichquartier kam es laut Mandl zu einem Angriff auf die Zelte. Mit Stöcken sei auf die Zelte eingeschlagen worden, in denen sich Kinder befanden. Die betroffenen Menschen seien zu diesem Zeitpunkt abgeschottet gewesen, ohne Möglichkeit, Hilfe zu holen. Die Aktivistin vermutet einen rassistischen Hintergrund, die Polizei ermittelt. Die betroffene Familie ist inzwischen in der Grundversorgung untergebracht.
Aus dem Büro von Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) hieß es, man habe für erste Familien feste Notunterkünfte organisiert und versuche dies auch für die weiteren Familien.
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