Messplattform für Wetterforschung

Die Plattform wurde auf 300 Quadratmeter vergrößert, um präzisere Wettermessungen zu ermöglichen.
Die Bundesimmobiliengesellschaft hat ein Plateau auf dem Dach des Chemie-Gebäudes in der Heinrichstraße 28 auf 300 Quadratmeter erweitert. Dort misst das Institut für Physik der Universität Graz Sonnenscheindauer, Windstärke, Sichtweite und weitere Wetterwerte. Die Messgeräte werden nun schrittweise aufgestellt.
Am 14. Oktober 2026 wurde die Plattform eröffnet. Ralph Zettl, Direktor für Ressourcen und Planung, bezeichnete sie als „die Plattform mit der schönsten Aussicht über den Campus“.
Daten für Forschung und Wetterbeobachtung
Die Messstation im Bereich Heinrichstraße 31 und jene auf dem Gebäude Heinrichstraße 28 liefern Daten für die geophysikalische Forschung der Uni Graz sowie für die österreichweite Wetterbeobachtung. Zu den Nutzern zählen GeoSphere Austria, ARAD (Strahlungsmonitoring und Strahlungsmessnetz Österreich) und ANIP für Isotope im Niederschlag und in Oberflächengewässern.
Die erweiterte Plattform soll auch dem Graz Center of Physics sowie weiteren Kooperationen dienen. Ulrich Foelsche, wissenschaftlicher Leiter der meteorologischen Station, erklärte: „Wir können nun noch genauer und unter besseren Bedingungen die Messungen durchführen.“ Neben automatisierten Erhebungen werden weiterhin einige Beobachtungen von Menschen durchgeführt, etwa jene der Sichtweite oder der Bewölkung.
Neuordnung der Instrumente
Mit dem Ausbau wird die im Laufe der Zeit gewachsene Zahl an Instrumenten neu geordnet. Christoph Resch-Anzengruber, Betreuer der Station, begründete dies: „Die einzelnen Sensoren brauchen entsprechenden Abstand voneinander, damit sie keinen Einflüssen, wie etwa Beschattung, ausgesetzt sind.“ Zudem ermöglicht das vergrößerte Plateau leichteren Zugang für Studierende und Interessierte.
Worüber spricht Graz morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.