Uni Graz richtet erste Mediendidaktik-Tagung in Österreich aus

Pia ProdingerPia Prodinger
Frau mit Laptop lächelnd vor Posterwand in Graz
© Uni Graz/wildundwunderbar

Anfang September treffen sich Expertinnen und Experten aus Deutschland, der Schweiz und Österreich an der Universität Graz. Im Fokus stehen digitale Lernmethoden, der Einsatz von KI im Unterricht und die Herausforderungen sozialer Medien im Klassenzimmer.

Der Arbeitskreis Mediendidaktik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft kommt erstmals in Österreich zusammen. Die Tagung findet am 3. und 4. September 2026 an der Universität Graz statt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus drei Ländern diskutieren über den Einsatz digitaler Medien in der Schule.

Themen sind unter anderem die Verwendung von Künstlicher Intelligenz im Schreibprozess und das Erkennen von Fake News auf Lernplattformen. Bereits vom 1. bis 3. September findet zudem die Future Education Conference an der Uni Graz statt, die eng mit der Mediendidaktik-Tagung verknüpft ist.

Große Forschungslücke bei KI

Elke Lackner, Assistenzprofessorin für Mediendidaktik und Sprachendidaktik an der Uni Graz, sieht großen Bedarf in der Forschung zum Thema Künstliche Intelligenz. „Es fehlt vor allem an verlässlichen Studien“, betont sie. Die Tagung soll dazu beitragen, diese empirische Lücke zu schließen.

Lackner zufolge werden in Schulen zunehmend Online-Tools als Ergänzung zum Schulbuch eingesetzt. Wer mit sozialen Medien im Unterricht arbeite, müsse unbedingt wissen, wie Instagram und andere Plattformen funktionierten. Ideal wäre aus ihrer Sicht ein digitales, modulares Schulbuch, mit dem Lehrerinnen und Lehrer Inhalte selbst zusammenstellen könnten.

Virtual Reality im Aufwind

Stärker im Kommen sei derzeit Virtual Reality, weil sie alle Sinne berühre, erklärt Lackner. Auf digitalen Plattformen stehen insgesamt Fotos und Filme im Mittelpunkt. Für das Verständnis der Bilder brauche es jedoch Sprache, um Zusammenhänge zu erklären und notwendige Fragen zu stellen. Dieses Wissen schaffe die Voraussetzung, um Lernsettings für einzelne Fächer zu entwerfen.

Kürzeres Lehramtsstudium

Die Erkenntnisse aus der Forschung fließen direkt ins Studium künftiger Lehrerinnen und Lehrer ein. An der Universität Graz werden mehr als 20 Unterrichtsfächer angeboten. Mit dem aktuellen Wintersemester 2026/2027 dauert das entsprechende Bachelorstudium sechs statt acht Semester, das anschließende Masterstudium weiterhin vier Semester.

Quelle: https://www.uni-graz.at/de/neuigkeiten/wie-unterrichten-mit-youtube-und-ki-uni-graz-staerkt-mediendidaktik-in-der-schule

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