Uni Graz zieht Bilanz: Zehn Jahre EMAS-Umweltmanagement

Mona HopfingerMona Hopfinger
Nachhaltige Universität mit Solaranlagen und grüner Umgebung, Menschen radeln und lernen.
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Universität Graz hat seit der Einführung des EU-Umweltmanagementsystems EMAS im Jahr 2016 ihre Umweltleistungen deutlich verbessert. Von Ressourceneinsparungen bis zu klimafreundlicher Mobilität zeigt die Bilanz nach zehn Jahren messbare Erfolge.

Seit 2016 arbeitet die Universität Graz mit dem EU-Umweltmanagementsystem EMAS, um ihre Nachhaltigkeitsleistungen kontinuierlich zu steigern. Die Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre umfassen Einsparungen beim Ressourcenverbrauch, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Förderung klimafreundlicher Mobilität.

„Die Uni Graz hat durch Forschung und Lehre sowie als eine der größten Arbeitgeber:innen der Region eine wichtige Vorbildfunktion und Verantwortung. Dazu gehört nachhaltiges Handeln“, erklärt Rektor Peter Riedler. Mit EMAS habe sich die Universität verpflichtet, ihren ökologischen Fußabdruck stetig zu verringern.

Deutliche Einsparungen bei Wasser und Papier

Zwischen 2015 und 2025 konnte die Universität den Verbrauch von Trinkwasser aus der öffentlichen Versorgung um 30 Prozent reduzieren. Möglich wurde dies durch die Nutzung von Brunnen und den Bau von Zisternen.

Beim Kopierpapier fiel die Einsparung noch deutlicher aus: Durch Digitalisierung, Bewusstseinsbildung und voreingestelltes doppelseitiges Drucken wurden 2025 rund 66 Tonnen weniger verbraucht als zehn Jahre zuvor.

Klimafreundliche Mobilität dominiert

Die große Mehrheit der Studierenden und Mitarbeitenden ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs. Bei den Bediensteten macht der motorisierte Individualverkehr beim Pendeln nur rund 20 Prozent aus, bei den Studierenden nicht einmal vier Prozent. Der Rest wird mit Bus, Bahn, Straßenbahn, Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt.

Die Universität unterstützt diese Entwicklung mit Zuschüssen beim Kauf von Fahrrädern, E-Bikes sowie Klima- oder Park&Ride-Kombitickets.

Strom aus erneuerbaren Quellen

Die Uni Graz nutzt seit 2019 nur noch Strom aus nachweislich erneuerbaren Quellen. Einen Teil davon erzeugt sie selbst mit ihren Photovoltaikanlagen. Diese haben inzwischen zusammen 584 Kilowatt-Peak. Damit könnte man im Schnitt 175 Haushalte mit Strom versorgen.

Nachhaltiges Bauen und Biodiversität

Bei neuen Gebäuden wie dem Graz Center of Physics achtet die Universität darauf, dass diese möglichst wenige Emissionen verursachen. Das in Holzbauweise errichtete Trainings- und Diagnostikzentrum am Rosenhain erhielt eine Auszeichnung in Silber im Rahmen des „klimaaktiv Gebäudestandards“, einer Initiative des österreichischen Klimaschutzministeriums.

Der Biodiversität zuliebe entstanden auf dem gesamten Campus insgesamt 550 Quadratmeter Blühwiesen und -streifen. Rund 550 heimische Blumen und Gehölze sowie mehr als 600 Bäume, was der Zahl auf einem Hektar Wald entspricht, versorgen Insekten und andere Kleintiere mit Nahrung und Lebensraum.

Quelle: https://www.uni-graz.at/de/neuigkeiten/nachhaltig-erfolgreich-zehn-jahre-umweltmanagementsystem-emas-an-der-uni-graz

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