Uni Innsbruck baut neue Prüfhalle für Bauteile

Mona HopfingerMona Hopfinger
Betonbalken-Belastungstest in Forschungsanlage mit Messgerät und Bauplänen
© Mit KI (Gemini) generiert

An der Universität Innsbruck erfolgte der Spatenstich für eine neue Prüfhalle. Künftig können dort nicht nur längliche Bauteile wie Balken getestet werden, sondern auch große Konstruktionen wie ganze Brückenspannwerke, so der ORF.

Die neue Halle ermöglicht es, deutlich größere Konstruktionen zu testen als bisher. Laborleiter Andreas Andreatta spricht von einem langjährigen Wunsch der Bauingenieure, der nun Realität wird.

Aus Ressourcengründen sollten Bauwerke nicht mehr abgerissen, sondern erhalten werden, erklärt Andreatta. Deshalb müssten sie verstärkt werden. „Das heißt, wir müssen Methoden finden, um bestehende Bauwerke überhaupt verstärken zu können. Und wie man das macht und wie man dabei vorgeht und ob das funktioniert und in welchem Ausmaß das funktioniert, das testen wir hier zum Beispiel“, so der Laborleiter.

Getrennte Bereiche arbeiten künftig zusammen

Die bisherigen Räumlichkeiten für solche Tests waren beengt. In der neuen Halle können verschiedene Bereiche wie Tischlerei und Schlosserei gemeinsam arbeiten. Studierende haben in der Versuchsanstalt die Möglichkeit, theoretisches Wissen aus dem Studium an realen Beispielen zu vertiefen.

Die Vorfreude sei riesengroß, so Andreatta. Man könne erstmals an Dinge denken, die mit den bisherigen Möglichkeiten nicht realisierbar gewesen seien. Die Forschung an der Universität lasse sich damit enorm weiterbringen.

Fertigstellung im Oktober 2027

In der Prüfhalle werden auch Tests für externe Bauunternehmen durchgeführt. Die erste Phase des Erweiterungsprojekts ist bereits umgesetzt. Die Fertigstellung der Prüfhalle ist für Oktober nächsten Jahres geplant.

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) finanziert das Projekt mit 16,2 Millionen Euro. Die Universität Innsbruck leistet einen Baukostenzuschuss von 11,39 Millionen Euro. Das Gebäude wird von der BIG an die Universität vermietet, wobei die Miete durch den Baukostenzuschuss niedriger ausfällt.

Quelle: https://tirol.orf.at/stories/3375849/

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