Uni Klagenfurt verkürzt Lehramtsstudium auf drei Jahre

Die Universität Klagenfurt führt ab Oktober umfassende Neuerungen ein. Das Bachelorstudium Lehramt wird von vier auf drei Jahre verkürzt, was bereits zu deutlich mehr Anmeldungen geführt hat. Zudem werden zwölf neue Kombinationsstudiengänge angeboten, so der ORF.
Mit Beginn des Wintersemesters im Oktober führt die Universität Klagenfurt mehrere Neuerungen im Studienangebot ein. Bereits erste Auswirkungen zeigt die Verkürzung des Lehramtsstudiums auf drei Jahre. Bei der ersten Aufnahmeprüfung im Mai fiel die Nachfrage höher aus als in den vergangenen Jahren. Auch beim zweiten Aufnahmetermin registrierte die Universität einen deutlichen Anstieg, berichtet Vizerektorin Doris Hattenberger.
Insgesamt wächst die Zahl der Studierenden an der Universität leicht. Verantwortlich dafür ist vor allem der steigende Anteil internationaler Studierender.
Großes Interesse an Psychotherapie
Auf großes Interesse stößt das neue Masterstudium Psychotherapie. Seit diesem Jahr ist für angehende Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ein entsprechendes Studium verpflichtend. An der Universität Klagenfurt stehen dafür 40 Studienplätze zur Verfügung.
Zwölf neue Kombinationsstudien
Ab Oktober werden zudem zwölf neue Bachelor-Kombinationsstudien angeboten. Diese sollen den Studierenden einen breiteren akademischen Blickwinkel ermöglichen, erklärt Hattenberger. Rund zwei Drittel der Lehrveranstaltungen entfallen auf das Hauptfach, der verbleibende Teil auf ein großes oder zwei kleinere Nebenfächer aus anderen Disziplinen.
So können geisteswissenschaftliche Studien etwa mit Management, technischen oder sozialwissenschaftlichen Fächern kombiniert werden. Die vielfältigen Wahlmöglichkeiten erlaubten es, Studienprogramme gezielt im Hinblick auf spätere Berufschancen zusammenzustellen, so die Vizerektorin.
Kombinationsstudien wie „Wirtschaft und Recht“ wurden in Klagenfurt bereits angeboten. Nun hat die Universität elf bestehende Bachelorstudien entsprechend weiterentwickelt. Auch das neue englischsprachige Studium der Sozialwissenschaften setzt auf die Verbindung mehrerer Fachbereiche.
Viele Bachelorabsolventen steigen direkt ins Berufsleben ein
Verbesserungsbedarf sieht Hattenberger bei den Masterstudien. Derzeit setzen nur rund 60 Prozent der Bachelorabsolventinnen und -absolventen ihre Ausbildung mit einem Masterstudium fort. Als möglichen Grund nennt sie die guten Chancen am Arbeitsmarkt, die bereits mit einem Bachelorabschluss bestehen. Dadurch fehle oftmals die Motivation für eine weitere Vertiefung. Aus Sicht der Universität sei dies bedauerlich, da auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein wichtiges Anliegen sei, betont Hattenberger.
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