Unis warnen vor Folgen von Sparmaßnahmen

Die steirischen Universitäten schlagen Alarm: Budgetkürzungen würden zu weniger Personal und einem reduzierten Lehrveranstaltungsangebot führen. Das könnte die Attraktivität der Standorte massiv beeinträchtigen, so der ORF.
Bei einem runden Tisch in Graz haben Vertreter der fünf steirischen Hochschulen vor den langfristigen Konsequenzen von Einsparungen gewarnt. Geringere Investitionen würden sich auf mehreren Ebenen bemerkbar machen: beim Personal, bei den Lehrveranstaltungen und beim gesamten Angebot der Universitäten.
Die Folge könnte sein, dass weniger Studierende an die Hochschulen kommen. Das würde sich wiederum negativ auf die Wertschöpfung und den Kongresstourismus in Graz auswirken.
Standorte verlieren an Attraktivität
Peter Riedler, Rektor der Universität Graz, befürchtet einen Attraktivitätsverlust für Graz und Leoben. „Man wird es langfristig sehen daran, dass das der Standort weniger attraktiv wird, weniger attraktiv für Konferenzen, weniger attraktiv für Leute, die zu uns kommen, weniger attraktiv für Studierende. Die anderen Standorte schlafen auch international nicht. Und auch in Österreich und gerade Graz und die Steiermark leben massiv von den Universitäten“, so Riedler.
Milliardenverluste für Wirtschaft möglich
Monika Köppl-Turyna, Direktorin von Eco-Austria, verwies auf die wirtschaftliche Bedeutung der Hochschulen. Zwischen drei und zehn Prozent des realen Wirtschaftswachstums seien auf universitäre Forschung und Lehre zurückzuführen. Würde die Zahl der Absolventinnen und Absolventen um nur fünf Prozent sinken, könnte das Österreich langfristig 3,2 Milliarden Euro kosten.
Medizinische Versorgung in Gefahr
Markus Müller, Rektor der Medizinischen Universität Wien, warnte, dass die Sparmaßnahmen die Finanzierung auf das Niveau von Mitte der 2000er Jahre zurückwerfen würden. Auch die medizinische Versorgung könnte darunter leiden.
In der Steiermark würde eine Budgetkürzung ein Minus von rund 500 Millionen Euro für die Universitäten bedeuten.
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