Universitätsmuseen Graz zeigen Pionierinnen der Wissenschaft

Die Universitätsmuseen in Graz widmen sich ab sofort forschenden Frauen aus verschiedenen Epochen und Fachbereichen. Der neue Themenschwerpunkt „Frauen in der Forschung“ wurde am 2. Oktober 2026 eröffnet und ist bereits bei der ORF-Langen Nacht der Museen zu sehen.
Die Universitätsmuseen in Graz präsentieren einen neuen Themenschwerpunkt, der Wissenschaftlerinnen aus unterschiedlichen Disziplinen und Zeiten ins Zentrum rückt. Die Ausstellung spannt einen Bogen von den ersten Akademikerinnen an der Universität Graz bis zu Forscherinnen, die in Astronomie, Physik oder Raumfahrt bedeutende Beiträge geleistet haben.
Auch die laufende Sonderausstellung zur Demokratie wird um Perspektiven von Frauen erweitert. Parallel dazu widmet sich das Hans Gross Kriminalmuseum dem Thema Gewalt an Frauen.
Von der ersten Doktorin bis zur NASA-Mathematikerin
Zu den porträtierten Persönlichkeiten gehört Seraphine Puchleitner (1870–1952), die als erste ordentliche Hörerin und erste promovierte Frau der Universität Graz Geschichte schrieb. Die Astronomin Caroline Herschel (1750–1848) entdeckte innerhalb von zehn Jahren acht Kometen und leistete wesentliche Arbeit bei der Beobachtung und Katalogisierung von Sternen und Nebeln.
Lisa Kaltenegger erforscht, wie bewohnbare Exoplaneten und mögliche Lebensspuren anhand des Lichts ihrer Atmosphären identifiziert werden können. Susanne Ferrari habilitierte sich als erste Frau in Graz in den Rechtswissenschaften, Daphne-Ariane Simotta wurde ab 1992 erste ordentliche Professorin an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz.
Die NASA-Mathematikerin Katherine Johnson (1918–2020) berechnete Flugbahnen für die frühen bemannten US-Raumfahrtmissionen. Hisako Koyama (1916–1997) dokumentierte über Jahrzehnte systematisch Sonnenflecken und schuf damit eine zentrale Referenz für die langfristige Sonnenaktivität.
Octavia Aigner-Rollett (1877–1959) führte als erste Frau in Graz und der Steiermark eine eigene ärztliche Praxis. Darüber hinaus werden Leben und Wirken der Physikerinnen Lise Meitner, Marie Curie, Laura Bassi, Maria Goeppert-Mayer, Anne L'Huillier und Donna Strickland beleuchtet. Im Kontext der Demokratie-Ausstellung werden Olympe de Gouges und Karoline Perin-Gradenstein thematisiert.
Eröffnung und Lange Nacht der Museen
Die Ausstellung wurde am 2. Oktober 2026 im Foyer der Universitätsbibliothek von Rektor Peter Riedler eröffnet. Er hob die thematische Breite der Ausstellung und deren Verankerung in den verschiedenen Sparten – UniGraz@Museum und Hans Gross Kriminalmuseum – hervor.
Bereits am Samstag, 3. Oktober 2026, ist die Ausstellung bei der ORF-Langen Nacht der Museen zu sehen. Die Universität Graz ist von 18 bis 24 Uhr mit acht Standorten vertreten, darunter der Botanische Garten, die Mineralogische Sammlung, die Universitätsbibliothek, die Aula mit Rektor:innengalerie, das Hans Gross Kriminalmuseum und UniGraz@Museum.
Quelle: https://www.uni-graz.at/de/neuigkeiten/pionierinnen-im-blick
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