Untersuchungshaft im Fall Hipp-Rückruf verlängert

Pia ProdingerPia Prodinger
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

Die U-Haft gegen einen 39-jährigen Verdächtigen im Fall der manipulierten Hipp-Babynahrung wurde erneut verlängert. Der ehemalige Mitarbeiter steht unter dringendem Tatverdacht wegen Erpressung, schwerer Körperverletzung und Urkundenfälschung, so der ORF.

Die Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten im Fall der mit Rattengift verunreinigten Hipp-Gläser wurde neuerlich verlängert. Gegen den 39-Jährigen besteht weiterhin dringender Tatverdacht wegen Erpressung, schwerer Körperverletzung und Urkundenfälschung.

Der gebürtige Slowake, der früher bei Hipp beschäftigt war, wurde am 2. Mai im Bundesland Salzburg festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, insgesamt sechs Gläser mit Babynahrung in Österreich, Tschechien und der Slowakei mit Rattengift versetzt zu haben – jeweils zwei Gläser pro Land.

Zweites Glas in Österreich noch nicht aufgetaucht

Eines der beiden in Österreich manipulierten Gläser wurde in einer Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft, konnte bislang jedoch nicht sichergestellt werden. Das im Burgenland gefundene Glas enthielt 15 Mikrogramm Rattengift. Laut einem Gutachten wäre die Dosis beim Verzehr nicht lebensgefährlich gewesen, hätte aber gesundheitliche Folgen nach sich gezogen.

Rattengift in Wohnung sichergestellt

Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen wurde Rattengift gefunden. Laut Staatsanwaltschaft ist dieses in Konzentration und Verhältnis mit jenem vergleichbar, das im sichergestellten Glas entdeckt wurde. Ein Beweis dafür, dass es sich um dasselbe Gift handelt, sei dies jedoch nicht.

Der Beschuldigte bestreitet die Tatvorwürfe. Lediglich die Urkundenfälschung – er legte gefälschte Gehaltszettel für einen Kredit vor – räumt er ein.

Quelle: https://burgenland.orf.at/stories/3371055/

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