Unwetter sorgt für 29 Feuerwehreinsätze in Salzburg

Ein Unwetter hat am Mittwochabend im Pinzgau und Pongau zu 29 Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehren geführt. Besonders betroffen waren Großarl, Dorfgastein, Bad Hofgastein und Rauris. Zwei Häuser mussten evakuiert werden.
163 Einsatzkräfte der Feuerwehren waren am Mittwochabend hauptsächlich mit dem Auspumpen von Kellern, der Beseitigung kleinerer Überschwemmungen und Aufräumarbeiten nach Murenabgängen beschäftigt. Wie der Landesfeuerwehrverband mitteilte, bildeten Großarl, Dorfgastein, Bad Hofgastein und Rauris die Schwerpunkte der Unwettereinsätze. Auch in Zell am See rückte die Feuerwehr aus.
Murenabgänge führten zu vorübergehenden Sperren von Gemeindestraßen. In Großarl ging nach Angaben des Ortsfeuerwehrkommandanten ein Erdrutsch auf die Rattersbergstraße nieder. Die Bewohner von zwei Häusern mussten aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. „Hinter den Häusern ist ein Erdrutsch abgegangen“, erklärte der Kommandant gegenüber der APA.
Am Donnerstagvormittag war die Rattersbergstraße noch gesperrt. Ein Landesgeologe soll die Lage beurteilen. Erst danach werde sich entscheiden, ob die Bewohner in ihre Häuser zurückkehren können, hieß es.
Waldbrand nach Blitzeinschlag
Gegen 17.30 Uhr schlug am Mittwoch ein Blitz in einen Baum nahe der Bachalm in Großarl ein. Der Baum geriet in Brand. Das unwegsame Gelände liegt auf rund 1.700 Meter Seehöhe. Eine Einheimische hatte den Feuerschein wahrgenommen und Alarm geschlagen, informierte der Landesfeuerwehrverband Salzburg, Bezirk Pongau.
Die Feuerwehr Großarl rückte zu Löscharbeiten aus. Unterstützung kam aus der Luft: Das Team des Polizeihubschraubers Libelle warf Wasser ab, das aus einem nahe gelegenen Speicherteich entnommen wurde. Nach sechs Löschflügen konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden.
Am Donnerstagvormittag flammte das Feuer jedoch wieder auf. Bei einem Erkundungsflug stellte sich heraus, dass erneut gelöscht werden musste. Angefordert wurden der Polizeihubschrauber Libelle, die Flughelfer Pongau, die Drohne Pongau, das Einsatzleitfahrzeug Pongau und das Kerosinfahrzeug des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg.
Quelle: APA
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