Urlauberin am Wörthersee nach Stunde im Wasser gerettet

Zwei deutsche Urlauberinnen gerieten am Dienstagnachmittag am Wörthersee in Seenot. Eine Frau konnte sich ins Elektroboot retten, ihre Begleiterin trieb eine Stunde im Wasser, bevor die Rettungskräfte eintrafen, so der ORF.
Die beiden Frauen waren mit einem Elektroboot auf dem Wörthersee unterwegs, als sie bemerkten, dass der Wiedereinstieg aus dem Wasser ins Boot kaum möglich war. Eine der beiden schaffte es zurück ins Boot und versuchte eine Stunde lang, ihre Begleiterin nachzuziehen. Erst danach wurde der Notruf abgesetzt.
Ein Polizeihubschrauber spürte die beiden Frauen auf dem See auf. An der Rettung waren das Polizeiboot, die Freiwilligen Feuerwehren aus Töschling und Pritschitz sowie die Wasserrettung Bad Saag beteiligt. „Die Rettungskette hat da wirklich perfekt funktioniert“, sagte Paul Pridnig, Einsatzleiter der Wasserrettung Bad Saag.
Polizist hielt Frau über Wasser
Beim Eintreffen der Wasserrettung hatte ein Polizist die erschöpfte Frau bereits gestützt. „Er hat die Dame, die selber nicht mehr über Wasser bleiben konnte, über Wasser gehalten“, berichtete Pridnig. Ein Rettungsschwimmer sprang mit einer Rettungsboje ins Wasser, sicherte die Frau und brachte sie gemeinsam mit dem Polizisten ins Rettungsboot.
Die Frau erlitt eine Panikattacke, blieb aber körperlich unverletzt. Nach einer Untersuchung durch den Rettungsdienst konnte sie in häusliche Pflege entlassen werden.
Appell: Notruf lieber einmal zu oft wählen
Pridnig appellierte, im Notfall rasch zu alarmieren. „Lieber einmal zu oft als einmal zu wenig den Notruf wählen“, betonte der Einsatzleiter. Die Notrufnummer 130 sei rund um die Uhr erreichbar. Wer unverschuldet Hilfe benötige, müsse auch keine Kosten befürchten – der Einsatz werde nicht verrechnet.
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