Vera Wutti-Incko gewinnt Kärntner Lyrikpreis

Mona HopfingerMona Hopfinger
Siegmund Demus erhält 3.000 Euro Kulturpreis der Landeshauptstadt Klagenfurt
© Bauer

Die slowenische Poetin Vera Wutti-Incko aus Ferlach hat den 19. Kärntner Lyrikpreis der Stadtwerke Klagenfurt gewonnen. Sie erhielt am Donnerstagabend im Stadthaus 5.000 Euro, eine goldene Feder und eine Urkunde.

Mag. Dr. Vera Wutti-Incko nahm die Auszeichnung sichtlich erfreut entgegen. „Beim Schreiben spüre ich sofort eine gewisse Leichtigkeit in mir und die Lust am Formulieren“, sagte die Ferlacherin bei der Preisverleihung. Dipl.-Ing. Erwin Smole, Vorstand der Stadtwerke Klagenfurt, übergab der Lyrikerin neben dem Scheck auch eine von der HTL Ferlach gefertigte goldene Feder.

Auf Platz zwei landete Mag. Dr. Anna Wöllik mit 1.500 Euro Preisgeld. Der dritte Platz ging an den Wiener Lebens- und Sozialberater Valentin Veratschnig, der 800 Euro erhielt.

Lebenswerk-Preis für Sieglind Demus

Die Villacher Schriftstellerin Sieglind Demus wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis der Kulturabteilung der Landeshauptstadt, dessen Dotierung heuer verdoppelt wurde. Mitglieder des Klagenfurter Gemeinde- und Stadtsenates überreichten ihr die Ehrung.

Stadtrat Mag. Franz Petritz bezeichnete den Lyrikpreis als wichtigen Meilenstein im österreichischen Kulturgeschehen. Der Wettbewerb sei bereits der zweitgrößte Literaturwettbewerb in Kärnten.

Weitere Auszeichnungen und Sonderpreise

Den Preis des PEN-Club Austria (500 Euro) erhielt der pensionierte Steindorfer Psychologe Helmut Lirzer. PEN-Club-Vorstand Günter Schmidauer überreichte die Auszeichnung. Die gebürtige Klagenfurterin Verena Schumanski, die in Wien lebt, bekam den Preis der Kraftwerkserrichtungs- und Betriebsgesellschaft (KEG, 500 Euro).

Der Preis der PosterServiceGmbH (500 Euro) ging an die Logotherapeutin Brigitta Huemer. Mag. Spela Hrastnik aus Klagenfurt erhielt den Preis des Slowenischen Kulturverbandes und des Zentralverbandes slowenischer Organisationen im Gesamtwert von 1.000 Euro.

Fünf Klagenfurter Dichter – Klaus Oberrauner, Anna Kohlweis, Univ. Prof. Anne Sophie Meincke, Dagmar Cechak und Michael Kuscher – wurden mit Ehrenurkunden und Buchhandel-Gutscheinen bedacht.

Mag. Simone Schönett, die 2014 den Kärntner Lyrikpreis gewonnen hatte, erhielt den Preis der Landeskulturabteilung der Landesregierung in Höhe von 3.000 Euro für ihr Lebenswerk.

Über 120 Einreichungen

Die unabhängige Jury bewertete die Arbeiten anonym. Ihr gehörten Günter Schmidauer (Vorsitz), Josef Winkler, Ilse Gerhardt, Katharina Herzmansky, Cvetka Lipus und Dr. Harald Raffer (ohne Stimmrecht) an.

Dipl. Ing. Smole dankte allen Teilnehmenden: „Mein Dank gilt nicht nur den ausgezeichneten Poeten, sondern allen Autorinnen und Autoren, die durch ihre Teilnahme einen Wettbewerb der Zeilen und Verse erst ermöglichen“. Moderator und Lyrikpreis-Erfinder Dr. Harald Raffer berichtete von über 120 deutschen und slowenischen Einreichungen heuer. In früheren Jahren habe es bereits 250 Bewerbungen gegeben, darunter auch von gebürtigen Kärntnern aus den USA oder Australien.

Musikalisch umrahmt wurde die Verleihung vom ATE-Trio mit Aleksander Ipavec aus Triest, Tamaz Nedoh aus Lokev (Slowenien) und Emil Kristof aus Klagenfurt.

Quelle: https://www.klagenfurt.at/newsroom/pressemitteilungen/news-detailseite/kaerntner-lyrikpreis-2026-vergeben

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