Verblisterung spart drei Viertel der Zeit bei Medikamentengabe

Mathias FischerMathias Fischer
Medikamentenblister werden automatisiert vorbereitet, was Zeit spart und die Präzision erhöht.
© Mit KI (Gemini) generiert

Im Seniorenzentrum St. Georg in Bergheim werden Medikamente seit Ende Mai fertig verblistert angeliefert. Der Zeitaufwand für die Vorbereitung der Arzneimittel konnte dadurch von zwölf auf etwa vier Stunden pro Woche reduziert werden, so der ORF.

Das Hilfswerk Salzburg setzt im Seniorenzentrum St. Georg in Bergheim seit Ende Mai auf fertig verblisterte Medikamente. Die Umstellung bringt eine deutliche Zeitersparnis für das Pflegepersonal.

Stefan Tautz, Pflegedirektor des Hilfswerk Salzburg, bezifferte den bisherigen Aufwand mit rund zwölf Stunden pro Woche für die 66 Bewohnerinnen und Bewohner in Bergheim. Nach der Einführung der Verblisterung rechnet er mit einer Einsparung von etwa acht Stunden – das bedeutet eine Reduktion um rund drei Viertel. Ein gewisser Zeitaufwand bleibe zwar bestehen, so Tautz.

Automatisierte Zusammenstellung in Wels

Das Welser Unternehmen MEDventuro übernimmt die Aufbereitung der Medikamente. Rund 1.800 verschiedene Arzneimittel werden dort angeliefert, ausgepackt und aus den Verpackungen gelöst, bevor sie für die automatische Verarbeitung vorbereitet werden.

Christian Baumgartner, Geschäftsführer von MEDventuro, betonte den Sicherheitsaspekt: „Der wertvollste Beitrag der Technologie ist, dass der Patient die richtige Medikation zur richtigen Zeit erhält.“ Die Dienstleistung bedeute eine massive Entlastung in der Pflege und eine deutliche Reduktion der Bürokratie.

Wachsende Nachfrage in ganz Österreich

Das oberösterreichische Unternehmen betreut derzeit rund 10.000 Patientinnen und Patienten in ganz Österreich. Die Nachfrage steige sowohl von Pflegeheimen als auch von Privatpersonen, hieß es.

Für die Versorgung vor Ort kooperiert MEDventuro mit Apotheken. Die Apotheke in Bergheim fungiert als Schnittstelle zwischen dem Unternehmen und dem Seniorenzentrum Sankt Georg.

Das Hilfswerk Salzburg kündigte bereits an, die Serviceleistung künftig auf alle seine Einrichtungen im Bundesland ausweiten zu wollen. Die gewonnene Zeit soll für andere Aufgaben im Seniorenheim genutzt werden.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3367371/

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