Verfahren nach Attacke mit heißem Wasser eingestellt

Pia ProdingerPia Prodinger
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

Ein 31-Jähriger soll seiner Ehefrau heißes Wasser aus einem Putzkübel über den Oberkörper geschüttet haben. Die Frau erlitt Verbrennungen zweiten Grades im Brustbereich. Das Verfahren wurde vorläufig eingestellt, so der ORF.

Der Angeklagte beteuerte vor Gericht am Mittwoch, nicht gewusst zu haben, dass sich heißes Wasser in dem Eimer befand. Er sei selbst erschrocken gewesen und habe unmittelbar nach dem Vorfall die Rettung alarmiert.

Das Paar befindet sich derzeit im Scheidungsverfahren und hat ein gemeinsames Kind. Der 31-Jährige übernahm die Verantwortung für die Tat und erklärte sich bereit, die Schadenersatzkosten in Höhe von rund 2.000 Euro für die Brandverletzungen zu übernehmen.

Richterin gewährt letzte Chance

Die Richterin stellte das Verfahren vorläufig ein und sprach von einer „aller letzten Chance“ für den Angeklagten. Sie glaube seiner Darstellung, dass ihm nicht bewusst gewesen sei, dass das Wasser heiß war. Einer Frau Brandwunden zweiten Grades im Brustbereich zuzufügen, sei eine dramatische Angelegenheit, auch aus optischen Gründen, betonte die Richterin.

Laut medizinischer Einschätzung sollten die Verletzungen ohne bleibende Narben abheilen. Die Bewährungshilfe muss nun kontrollieren, ob der Mann das Schmerzensgeld tatsächlich bezahlt. Zudem wird überwacht, ob er das Kontaktverbot einhält, das die Frau gefordert hat. Für das gemeinsame Kind wurde eine Besuchsregelung vereinbart.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3364720/

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