Vermisster Mann in der Drau weiterhin nicht gefunden

Nach einer großangelegten Suchaktion in der Drau bei Kohldorf bleibt ein 43-Jähriger vermisst. Trotz mehrstündiger Suche mit Tauchern, Drohnen und Hubschrauber konnte der Mann nicht gefunden werden.
Am Abend des 12. September 2026 wurde die Österreichische Wasserrettung (ÖWR) gemeinsam mit Feuerwehr, Polizei und Rotem Kreuz zu einem Einsatz im Bereich Kohldorf gerufen. Eine Person war in der Drau untergegangen.
Großeinsatz bis in die Morgenstunden
Sofort nach der Alarmierung starteten die Einsatzkräfte eine umfassende Suchaktion. Dabei kamen Taucher, Drohnen und mehrere Boote zum Einsatz. Zunächst suchten die Helfer die Wasseroberfläche ab, später wurden die Maßnahmen schrittweise erweitert und verstärkt.
Die Rettungskräfte waren bis kurz vor 3 Uhr in der Früh im Einsatz. Trotz der koordinierten und intensiven Suche blieb der Vermisste in der Nacht unauffindbar.
Fortsetzung am Wochenende blieb erfolglos
Am Sonntagvormittag wurde die Suche im betroffenen Gewässerabschnitt fortgesetzt. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Gegen Mittag musste die Aktion jedoch ergebnislos abgebrochen werden. Der Mann gilt weiterhin als vermisst.
Medienberichten zufolge wollte der 43-Jährige von einem Fischersteg aus zu einem etwa 50 Meter entfernten Boot schwimmen. Seine Lebensgefährtin befand sich dort, in der Nähe war auch ein Fischer. Als die Frau ihren Partner sah, sprang sie ins Wasser. Beide gerieten auf dem Weg zum Boot in Not.
Der Fischer leistete sofort Hilfe und konnte die Frau aus dem Wasser retten und in sein Boot ziehen. Den Mann erreichte er nicht mehr und verständigte umgehend die Einsatzkräfte. Die Frau wurde ins Spital gebracht.
Warnung vor gefährlichen Strömungen
Michael Siter, ÖWR-Landeswildwasserreferent, warnt vor den Gefahren in Stauseen: „Stauseen wirken oft ruhig, können aber durch Zu- und Abflüsse sowie den Kraftwerksbetrieb gefährliche Strömungen entwickeln. Besonders in der Nähe von Kraftwerksanlagen besteht erhöhte Gefahr, da Schwimmer unbemerkt abgetrieben werden und das sichere Erreichen des Ufers erschwert wird.“
Die Wasserrettung rät dringend, Warnhinweise zu beachten, gesperrte Bereiche zu meiden und bei erkennbarer Strömung auf das Baden zu verzichten. Auch Dunkelheit, Kälte und kühle Wassertemperaturen können sich negativ auswirken. Durch das Einhalten von Warnhinweisen und Verhaltenstipps könnten Risiken minimiert und Unfälle vermieden werden.
Quelle: https://www.oewr-kaernten.at/cms/blog/suchaktion-nach-vermisster-person-in-der-drau-8857
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