Verpuffung in Grazer Spital: Patientin rauchte mit Sauerstoffbrille

Eine 73-Jährige hat im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz trotz Sauerstoff-Nasenbrille geraucht. In der Nacht auf Mittwoch kam es dadurch zu einer Explosion, die Frau erlitt Brandverletzungen.
Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz ist es in der Nacht auf Mittwoch zu einer Verpuffung gekommen. Eine 73-jährige Patientin hatte in ihrem Zimmer eine Zigarette geraucht, obwohl sie eine Sauerstoff-Nasenbrille trug. Die glimmende Zigarette entzündete den Sauerstoff, was die Explosion auslöste. Das Spital bestätigte den Vorfall.
Die Frau zog sich Brandverletzungen zu und wurde ins LKH-Universitätsklinikum Graz verlegt. Laut Angaben des Krankenhauses schwebt sie nicht in Lebensgefahr. Auch der Sachschaden hält sich in Grenzen. Das Spital warnte jedoch vor der enormen Gefährlichkeit solcher Aktionen.
Ähnliche Vorfälle mit tödlichem Ausgang
Bereits in der Vergangenheit kam es in österreichischen Spitälern zu vergleichbaren Zwischenfällen. Im Mai 2023 starben im Klinikum Mödling drei Menschen, nachdem dort jemand geraucht hatte. Im Februar 2025 brannte es in der Klinik Floridsdorf, weil ein Patient während einer Sauerstoff-Therapie eine Zigarette anzündete.
Keine Rücksicht auf Rauchverbot
Christian Walch, stellvertretender ärztlicher Leiter des Krankenhauses, zeigte sich empört: „Es bestand nicht nur eine erhebliche Gefahr für die Patientin selbst, sondern auch für andere Patientinnen und Patienten sowie für das Krankenhauspersonal. Ich habe kein Verständnis dafür, dass hier Patienten und Mitarbeiter gefährdet werden.“ In allen Räumen des Spitals gilt ein striktes Rauchverbot.
Das Pflegepersonal nahm den Knall gegen 2.30 Uhr wahr. Die Explosion ereignete sich auf der internistischen Station. Der Feueralarm wurde ausgelöst, Einsatzkräfte rückten an. Im Zimmer der Patientin brach auch ein Brand aus, der Vorfall ging aber laut einem Sprecher relativ glimpflich aus. Andere Patientinnen und Patienten waren nicht betroffen.
Die Polizei bestätigte den Zwischenfall. Da keine strafrechtlich relevanten Auswirkungen vorlagen, wurden keine Ermittlungen eingeleitet.
Quelle: APA
Worüber spricht Graz morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.