Vida fordert raschen Schutz für Bahnpersonal nach Übergriffen

Mathias FischerMathias Fischer
ÖBB-Mitarbeiter in Warnwesten auf Bahnsteig in Wien Meidling
© Patrick / Pexels (Symbolbild)

Die Gewerkschaft vida drängt auf die schnelle Umsetzung eines 10-Punkte-Plans zum Schutz von Bahnmitarbeitern. Die aktuell bekannt gewordenen Zahlen zu Übergriffen auf Personal seien alarmierend, erklärt Gerhard Tauchner, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Eisenbahn.

Die Gewerkschaft vida erhofft sich vom vereinbarten 10-Punkte-Plan mit dem Mobilitätsministerium und den Eisenbahnunternehmen mehr Sicherheit für die Beschäftigten bei allen österreichischen Bahnen. Nach den heute medial veröffentlichten Zahlen über Übergriffe auf Bahnpersonal sei rasches Handeln erforderlich. „Den Worten müssen daher jetzt auch rasch Taten in Form einer konsequenten Maßnahmenumsetzung folgen“, fordert Gerhard Tauchner, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Eisenbahn.

Doppelbesetzung als Schutzmaßnahme gefordert

Tauchner unterstrich, dass sich die Gewerkschaft aus Sicherheitsgründen ausdrücklich für eine Doppelbesetzung bei Zugbegleitern in den Zügen eingesetzt habe. „Denn nur Menschen schützen Menschen. Je mehr Personal am Zug und auf den Bahnsteigen ist, desto sicherer wird es“, so der vida-Gewerkschafter.

Kritik an niederösterreichischer Sparpolitik

Kritik aus Niederösterreich sei fehl am Platz, betont Tauchner. Das Bundesland sei selbst dafür verantwortlich, bei Ausschreibungen und Vergaben Zugbegleiter und Kameraüberwachung in den Zügen als Kriterien festzulegen. Die Kosten für diese Leistungen müssten von den Ländern getragen werden.

„Man kann sich deshalb des Gefühls nicht erwehren, dass hier in Niederösterreich an falscher Stelle gespart wird und nun der zuständige niederösterreichische Verkehrslandesrat mit Kritik am Mobilitätsministerium und somit an der falschen Stelle davon ablenken will“, kritisiert Tauchner abschließend.

Quelle: OTS

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