Vier neue Zugpaare auf Pottendorfer Linie ab Dezember

Ab 13. Dezember 2026 wird das Bahnangebot in Niederösterreich ausgebaut. Besonders das Industrieviertel profitiert: Zwischen Ebreichsdorf, Pottendorf und Ebenfurth fahren künftig vier zusätzliche Zugpaare.
Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) weitet das Bahnangebot in Niederösterreich zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 deutlich aus. Pendlerinnen und Pendler im Industrieviertel erhalten durch vier neue Zugpaare auf der Pottendorfer Linie eine bessere Anbindung. Auch grenzüberschreitende Verbindungen nach Tschechien und in die Slowakei werden verstärkt.
Zusätzlich kommen mehr moderne und barrierefreie Fahrzeuge auf Haupt- und Regionalstrecken zum Einsatz. Die Fahrplandaten stehen bereits in der VOR AnachB App und unter AnachB.VOR.at zur Verfügung.
Halbstundentakt für Ebenfurth und Ebreichsdorf
Auf der Pottendorfer Linie fahren ab dem Fahrplanwechsel vier zusätzliche Zugpaare. Von Ebenfurth nach Wien Hauptbahnhof gibt es neue Verbindungen um 6:38 Uhr und 16:43 Uhr, in Gegenrichtung ab Wien um 13:59 Uhr und 18:59 Uhr mit Halt in Ebenfurth, Pottendorf-Landegg und Ebreichsdorf.
Auf der Linie REX6 entsteht dadurch morgens zwischen 5 und 9 Uhr ein Halbstundentakt nach Wien, nachmittags von 13:30 bis 19:30 Uhr Richtung Burgenland. In Ebreichsdorf besteht Anschluss an die S-Bahn-Linie S60.
Mehr Züge nach Břeclav, Znojmo und Bratislava
Auf der Nordbahn beginnen zwei REX1-Verstärker künftig bereits in Břeclav (Lundenburg) statt erst in Bernhardsthal. Die Züge starten um 15:01 Uhr und 17:01 Uhr. Zwei weitere Züge aus Wien werden bis Břeclav verlängert. Am Nachmittag entsteht so ein nahezu durchgehender Halbstundentakt.
Auf der Nordwestbahn kommt eine neue Spätverbindung nach Znojmo (Znaim) mit Ankunft um 22:36 Uhr hinzu. Die Frühverbindung von Znojmo über Retz nach Wien verkehrt neu auch sonntags. Nach Bratislava wird der REX8 um ein Zugpaar erweitert – zwischen Wien und Bratislava hlavná stanica besteht dann von 5 bis 24 Uhr ein durchgehender Stundentakt.
Barrierefreie Züge auf mehr Strecken
Mit der Einflottung moderner Fahrzeuge steigen Komfort und Barrierefreiheit. Die Linie REX51 zwischen Wien Westbahnhof, Eichgraben-Altlengbach und St. Pölten wird vollständig mit barrierefreien Zügen bedient. Auf der Franz-Josefs-Bahn fahren S40 und REX4 künftig durchgehend mit Niederflurfahrzeugen.
Barrierefreie Fahrzeuge der Baureihe 5022 Desiro kommen auch auf der Kamptalbahn-Linie R44 zwischen Horn und St. Pölten sowie auf der Erlauftalbahn zum Einsatz. Auf der Südbahn-Express Linie CJX9 und weiteren REX-Verbindungen werden verstärkt Cityjet-Doppelstocktriebzüge eingesetzt. Ab 2027 fahren auch KISS-Doppelstockzüge auf der Nordbahn.
Spätere Verbindung ins Waldviertel
Der REX41 um 23:28 Uhr ab Wien Franz-Josefs-Bahnhof wird in den Nächten vor Samstagen, Sonn- und Feiertagen bis Gmünd verlängert und erreicht Gmünd um 1:42 Uhr. Damit steht für Freizeit- und Wochenendfahrten eine spätere Verbindung ins Waldviertel zur Verfügung.
Die internationale Verbindung „Silva Nortica“ nach Prag über Gmünd, Trebon und Tabor geht in die vierte Saison. Die zwei direkten Verbindungen ab Wien Franz-Josefs-Bahnhof um 9 und 15 Uhr erfreuen sich großer Beliebtheit. Retour ab Prag starten die Züge um 7:46 Uhr und 17:46 Uhr.
Weitere Verbesserungen im Detail
Der Nacht-CJX5 ab Wien Westbahnhof um 1:48 Uhr hält am Wochenende neu in Neulengbach Stadt. Auf der Traisentalbahn fährt der R54 in St. Pölten Hauptbahnhof neu um 4:51 Uhr ab statt um 4:31 Uhr – die frühen Abfahrten Richtung Traisen verteilen sich dadurch besser.
In Wiener Neustadt Nord halten in der werktäglichen Morgenspitze zwischen 5 und 8 Uhr künftig mehr S3-Züge. Damit gibt es drei Abfahrten pro Stunde Richtung Wien statt bisher zwei. Ein neuer REX1 fährt an Werktagen um 3:59 Uhr ab Wien Hauptbahnhof und erreicht Wiener Neustadt Hauptbahnhof um 4:49 Uhr – eine zusätzliche Verbindung für Beschäftigte mit frühem Arbeitsbeginn.
Bauarbeiten führen zu Einschränkungen
Notwendige Bauarbeiten führen 2027 auf mehreren Strecken zu Einschränkungen. Betroffen sind der Umbau des Nordkopfes Wiener Neustadt, die Ausbauten auf der Pottendorfer Linie im Bereich Ebenfurth, der Ausbau der Puchbergerbahn sowie eine viermonatige Sperre der Franz-Josefs-Bahn zwischen Absdorf-Hippersdorf und Sigmundsherberg im Frühjahr 2027.
Die S60 kann aufgrund der Ausbauten auf der Pottendorfer Linie nur zwischen Bruck an der Leitha, Wien Hauptbahnhof und Ebreichsdorf verkehren. Im Abschnitt Ebreichsdorf – Wiener Neustadt Hauptbahnhof wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Ausgenommen sind der morgendliche Schülerzug und die Nacht-S60 am Wochenende.
„Mit dem Fahrplanwechsel entwickeln wir das Bahnangebot in Niederösterreich auf zahlreichen Verbindungen weiter. Besonders erfreulich sind die zusätzlichen Zugpaare auf der Pottendorfer Linie, die Verbesserungen im grenzüberschreitenden Verkehr und der weitere Einsatz moderner, barrierefreier Fahrzeuge“
sagte Alexander Schierhuber, Geschäftsführer der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) GmbH.
Christof Hermann, ÖBB Personenverkehr Regionalmanager Ostregion, ergänzte: „Mit zusätzlichen Halten, angepassten Fahrzeiten und neuen Früh- und Spätverbindungen verbessern wir das Bahnangebot auf mehreren Regional- und Pendlerachsen in Niederösterreich gezielt.“
Quelle: OTS
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